Alibaba Aktie: 2,5 Milliarden Dividende trotz Mittelabfluss
Alibaba schüttet 2,5 Milliarden Dollar an Aktionäre aus, obwohl Gewinne und Cashflow drastisch sinken. Cloud-Geschäft mit KI-Boom als Lichtblick.

- 2,5 Milliarden Dollar Dividende beschlossen
- Operativer Gewinn um 56 Prozent eingebrochen
- Cloud-Sparte wächst dank KI stark
- Free Cashflow dreht ins Minus
Alibaba überrascht seine Aktionäre. Der chinesische Konzern schüttet eine milliardenschwere Dividende aus – trotz massiver Investitionen und einem deutlichen Gewinnrückgang. Der Tech-Riese pumpt Geld in KI und Express-Lieferdienste. Das belastet die Bilanz. Und macht die Dividende zu einem Politikum.
Kursschwäche und Gewinnrückgang
Die Aktie notiert bei rund 114 Euro, gut 14 Prozent unter dem Jahresstart. Vom 52-Wochen-Hoch bei 162 Euro ist Alibaba fast 30 Prozent entfernt. Das Sentiment ist angespannt. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr geben dafür reichlich Grund.
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Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf umgerechnet 148 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um verkaufte Sparten wie Sun Art und Intime lag das Plus bei 11 Prozent. Der operative Gewinn (Adjusted EBITA) brach jedoch um 56 Prozent auf 11 Milliarden Dollar ein. Die operative Marge schrumpfte von 14 auf 5 Prozent. Der Nettogewinn fiel um 19 Prozent, das bereinigte Nettoergebnis sogar um 62 Prozent. Schuld sind die hohen Ausgaben für Schnelllieferdienste, Technologie und Nutzererfahrung.
Cloud-Geschäft als Lichtblick
Ein Segment trotzt dem Trend. Die Cloud-Intelligence-Sparte wuchs im Geschäftsjahr um 34 Prozent. Das operative Ergebnis legte um 35 Prozent zu. Treiber ist die starke Nachfrage nach KI-Produkten und öffentlichen Cloud-Diensten. Der KI-bezogene Umsatz verzeichnete bereits das elfte Quartal in Folge ein dreistelliges Wachstum. Er macht inzwischen 30 Prozent des Cloud-Umsatzes aus. Das Management rechnet damit, dass dieser Anteil innerhalb eines Jahres auf über 50 Prozent steigt.
Dividendenzahlung trotz Mittelabfluss
Die Bilanz zeigt eine Kehrseite der Strategie. Der Free Cashflow drehte ins Minus: rund 6,8 Milliarden Dollar Abfluss im Vergleich zu einem Zufluss von knapp 7,4 Milliarden Dollar im Vorjahr. Grund sind die Investitionen in Lieferinfrastruktur und Cloud-Kapazitäten.
Die Dividende fällt dennoch großzügig aus. Der Vorstand beschloss eine Barausschüttung von 1,05 Dollar pro ADS – insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar. Kein selbstverständlicher Schritt in einer Phase, in der Cash knapp wird.
Das Express-Liefergeschäft wuchs um 47 Prozent. Das Management rechnet für Ende des Geschäftsjahres 2027 mit der Gewinnschwelle. Bis dahin bleibt der Druck auf Margen und Kapitalausstattung hoch. Alibaba setzt auf Wachstum. Die Dividende ist ein Signal an die Aktionäre – in einem Umfeld, in dem jeder Dollar zählt.
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