Alibaba Aktie: Aufwertung dank KI-Stromdeal

Alibaba erhält ein Analysten-Upgrade auf 'Buy' und sichert sich über ein Kernenergie-Joint Venture die Stromversorgung für seine KI-Infrastruktur. Die Kombination aus Produktfortschritten und strategischen Partnerschaften stärkt die Position im Wettbewerb.

Die Kernpunkte:
  • Arete Research hebt Einstufung auf 'Buy' an
  • Joint Venture mit Kernkraft-Spezialist abgeschlossen
  • Qwen-KI-Modelle erreichen 700 Millionen Downloads
  • Nächster Meilenstein sind die Quartalszahlen im Februar

Alibaba setzt im Wettbewerb um KI-Infrastruktur neue Akzente. Der Konzern kombiniert eine strategische Öffnung zur Kernenergie mit einem klaren Vertrauensvotum der Analysten. Im Kern geht es um eine Frage: Verschafft diese Kombination aus Energie- und Produktstrategie Alibaba einen nachhaltigen Vorteil im KI-Rennen?

Analysten setzen neues Signal

Arete Research hat die Alibaba-Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben und das Kursziel deutlich von 172 auf 190 US-Dollar erhöht. Aus aktueller Sicht sehen die Analysten damit ein zweistelliges Aufwärtspotenzial.

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Begründet wird der Schritt mit neuen Wachstumstreibern im operativen Geschäft. Im Zentrum stehen KI-Funktionen im Bereich „agentic commerce“, die schrittweise über Taobao und Alipay ausgerollt werden. Diese Funktionen sollen Kaufprozesse stärker automatisieren und personalisieren und damit zusätzliche Umsätze anstoßen.

Zudem heben die Analysten die Energie-Strategie des Konzerns hervor. Die Absicherung von verlässlicher, skalierbarer Stromversorgung für Rechenzentren wird als Wettbewerbsvorteil gegenüber Rivalen wie ByteDance gewertet, die ebenfalls massiv in KI-Cloud-Angebote investieren.

Kernenergie als KI-Infrastruktur

Parallel zum Upgrade hat Alibaba einen konkreten Schritt zur Sicherung seiner Energieversorgung angekündigt. Das Unternehmen gründet ein Joint Venture mit China National Nuclear Power Co. und investiert dafür 250 Millionen Yuan, umgerechnet rund 35,9 Millionen US-Dollar.

Der Fokus liegt auf der extrem energieintensiven KI-Infrastruktur: Training großer Modelle und der Betrieb von Rechenzentren verschlingen enorme Strommengen. Durch die Partnerschaft mit einem etablierten Kernkraft-Spezialisten folgt Alibaba einem Trend, der bereits von US-Konzernen wie Microsoft und Meta angestoßen wurde: Kernenergie als Quelle für stabile, CO₂-arme Versorgung der KI-Rechenleistung.

Am Markt wird dieser Schritt als Maßnahme gesehen, um die langfristigen Infrastrukturkosten zu stabilisieren und die Planungssicherheit für den weiteren KI-Ausbau zu erhöhen.

KI-Reichweite und Wettbewerb

Auch im Produktbereich meldet Alibaba Fortschritte. Die Qwen-Modellfamilie, das KI-Framework des Konzerns, hat die Marke von 700 Millionen Downloads überschritten. Das unterstreicht die breite Nutzung und die Rolle der Modelle im Ökosystem des Unternehmens.

Trotzdem bleibt der Wettbewerb im KI-Sektor intensiv. ByteDance drängt mit eigenen Angeboten in den Cloud- und KI-Markt und erhöht damit den Druck auf Margen und Innovationsgeschwindigkeit. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Kombination aus neuen KI-Funktionen im Handel, breiter Modellverbreitung und gesicherter Energieversorgung an Bedeutung.

Stichpunkte zu den aktuellen Rahmenbedingungen:

  • Deutliches Analysten-Upgrade mit Kursziel 190 US-Dollar
  • Joint Venture mit China National Nuclear Power (Volumen: 250 Mio. Yuan)
  • Qwen-KI-Modelle: über 700 Mio. Downloads
  • Durchschnittliches Analysten-Votum: „Moderate Buy“, mittleres Kursziel rund 192,72 US-Dollar

Gestern schloss die Aktie bei 143,20 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht damit ein Plus von gut 72 % zu Buche, während der Titel aktuell rund 11 % unter seinem 52‑Wochen-Hoch notiert.

Blick auf die nächsten Monate

Die aktuelle Neubewertung der Aktie stützt sich vor allem auf strategische Weichenstellungen: KI-Funktionen im Kerngeschäft, die breite Nutzung der Qwen-Modelle und der Vorstoß in Richtung nuklear gestützter Energieversorgung für Rechenzentren. Gleichzeitig deuten die unterdurchschnittlichen Handelsumsätze am Tag des Kurssprungs darauf hin, dass vor allem entschlossene Käufer aktiv waren, nicht der breite Markt.

Am 19. Februar 2026 folgt der nächste Härtetest: Dann legt Alibaba die Quartalszahlen vor. Dort wird sich zeigen, ob die Investitionen in KI-Funktionen und Energieinfrastruktur sich bereits in Umsatz- und Ergebniskennzahlen widerspiegeln oder zunächst vor allem die strategische Positionierung stärken.

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