Alibaba Aktie: Chef Wu erhöht KI-Investitionen über 380 Milliarden Yuan
Alibaba verzeichnet Gewinneinbruch durch massive Ausgaben für KI-Infrastruktur, während Cloud-Geschäft weiter wächst.

- Aktie fällt nach Quartalszahlen
- Gewinn bricht um 84 Prozent ein
- Cloud-Umsatz steigt deutlich
- Analysten heben Kursziele an
Alibaba hat die Woche mit starken Kursschwankungen beendet. Der Markt ringt weiter mit einer einfachen Frage: Wie teuer darf der Umbau zum KI-Konzern sein, bevor die Erträge zu sehr leiden?
Der Druck ist spürbar. In Hongkong fiel die Aktie am Freitag um 6,26 Prozent auf 113,80 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von 4,37 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit deutlich verloren.
KI treibt die Kosten hoch
Der Konzern hat für das Quartal bis Ende März einen Umsatz von 243,38 Milliarden Yuan gemeldet, umgerechnet rund 35,3 Milliarden Dollar. Das entspricht einem leichten Plus von 3 Prozent nach Rechnungslegungsstandards. Unter dem Strich sah es aber deutlich schwächer aus.
Alibaba stemmt hohe Investitionen in KI und Cloud-Infrastruktur. Das drückte die Ertragslage massiv. Der bereinigte EBITA brach um 84 Prozent auf 5,1 Milliarden Yuan ein. Zugleich meldete das Unternehmen einen operativen Verlust von 848 Millionen Yuan.
Cloud und KI liefern weiter Wachstum
Trotz des Gewinneinbruchs laufen die strategischen Zukunftsfelder weiter besser als das klassische Geschäft. Der Cloud-Umsatz legte um 38 Prozent auf 41,6 Milliarden Yuan zu. Auch KI-nahe Produkte wachsen seit elf Quartalen in Folge im dreistelligen Bereich.
Chef Wu Yongming macht klar, wohin die Reise geht. Alibaba will einen vollständigen chinesischen KI-Stack aufbauen. Dafür dürfte der Kapitaleinsatz höher ausfallen als die bisher anvisierten 380 Milliarden Yuan in den kommenden Jahren. Das erklärt, warum Investoren derzeit vor allem auf die Belastung der Marge schauen.
Analysten bleiben an Bord
Trotz der schwachen Gewinnentwicklung halten viele Häuser an ihrer positiven Sicht fest. Nomura, Morgan Stanley, JPMorgan und Mizuho haben nach den Zahlen ihre Kursziele angehoben. Im Schnitt liegt das Analystenziel bei rund 188,76 Dollar. Das ist ein klarer Aufschlag auf den jüngsten Schlusskurs.
Auch die Technik spricht derzeit nicht gegen das Papier. Der Kurs liegt nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 113,44 Euro, aber spürbar unter der 200-Tage-Linie bei 129,70 Euro. Der RSI liegt bei 50,7. Das zeigt ein neutrales Bild nach der jüngsten Schwäche.
Alibaba bleibt damit ein Umbauwert mit hoher Volatilität. Die annualisierte 30-Tage-Schwankung liegt bei 47,43 Prozent, also auf einem Niveau, das schnelle Richtungswechsel begünstigt. Parallel dazu arbeitet der Konzern an neuen Bausteinen wie ATH und der B2B-Plattform Wukong.
Am 11. Juni wird die Aktie ex Dividende gehandelt. Die Ausschüttung von 1,05 Dollar je Aktie ist für den 13. Juli vorgesehen. Bis dahin dürfte der Markt vor allem auf ein Signal achten: Wie schnell Alibaba die KI-Investitionen in belastbares Umsatzwachstum übersetzen kann.
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