Alibaba Aktie: Der Preis der KI

Alibabas massive Investitionen in die KI-Plattform Wukong führen zu stark schrumpfenden Margen. Die Quartalszahlen zeigen, ob die teure Neuausrichtung hin zu Unternehmenssoftware erste Früchte trägt.

Die Kernpunkte:
  • Gewinn je Aktie könnte sich fast halbieren
  • Neue KI-Plattform Wukong greift Microsoft an
  • Preiserhöhungen von bis zu 34 Prozent für KI-Dienste
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn über elf Prozent

Pünktlich zur heutigen Vorlage der Quartalszahlen präsentiert sich der chinesische Tech-Gigant in einem teuren Umbruch. Während der Umsatz wächst, schmelzen die Gewinne rasant ab. Verantwortlich dafür ist ein massiver Strategiewechsel: Mit der neuen KI-Plattform „Wukong“ und Milliardeninvestitionen greift der Konzern nun direkt westliche Software-Riesen an.

Margendruck durch Milliardeninvestitionen

Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von rund 41,59 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig dürfte sich der Gewinn je Aktie laut Schätzungen von 3,10 auf 1,62 US-Dollar nahezu halbieren. Dieser Margendruck resultiert direkt aus den enormen Investitionen in die künstliche Intelligenz.

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Erst am Dienstag startete das Unternehmen die Unternehmensplattform „Wukong“. Damit positioniert sich der Konzern mit spezialisierten KI-Agenten für Dokumentenrecherche und Meeting-Zusammenfassungen als direkter Konkurrent zu etablierten Anbietern wie Microsoft oder Salesforce. Ziel ist der Wechsel hin zu margenstarker Unternehmenssoftware.

Preiserhöhungen und neue Struktur

Um die gewaltigen Vorleistungen von 52 Milliarden US-Dollar für die KI-Infrastruktur zu refinanzieren, dreht das Management nun an der Preisschraube. Seit Mittwoch gelten für KI-Rechenleistung und Speicherprodukte Preiserhöhungen von bis zu 34 Prozent. Davon sind insbesondere die hauseigenen T-Head-Chips betroffen, deren Nachfrage aktuell stark anzieht.

Parallel dazu greift die neue Konzernstruktur unter CEO Eddie Wu. Die Einheit „Alibaba Token Hub“ bündelt künftig Cloud-Infrastruktur, KI-Modelle und Verbraucher-Apps. Der strategische Hintergedanke ist simpel: Intelligente Assistenten sollen künftig direkte Transaktionen innerhalb des gewaltigen E-Commerce-Ökosystems des Unternehmens abwickeln.

Erhöhte Nervosität vor den Zahlen

Die Börse reagiert auf diese Übergangsphase mit spürbarer Vorsicht. Am Optionsmarkt preisen Händler nach den heutigen Zahlen eine Kursbewegung von knapp sechs Prozent ein – ein Wert, der über dem historischen Durchschnitt der letzten acht Quartale liegt. Auf dem Parkett spiegelt sich diese Skepsis ebenfalls wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits über elf Prozent an Wert verloren und schloss gestern bei 117,80 Euro.

Die heutigen Ergebnisse liefern nun den ersten echten Prüfstein für die teure Neuausrichtung. Marktbeobachter achten dabei primär auf die Cloud-Sparte. Nur wenn die gestiegene Nachfrage nach KI-Chips und die neuen Preismodelle bereits in diesem Bericht zu greifbarem Umsatzwachstum führen, lassen sich die temporären Gewinneinbußen vor den Investoren rechtfertigen.

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