Alibaba Aktie: Erneuter US-Druck
Ein US-Abgeordneter wirft Nvidia vor, Chips an chinesische Firmen wie Alibaba zu liefern. Der Tech-Konzern reagiert mit Investitionen in heimische Chip-Hersteller, während die Aktie volatil bleibt.

- US-Politiker beschuldigt Nvidia der Umgehung von Exportbeschränkungen
- Alibaba investiert als Ankerinvestor in Chip-Designer Montage Technology
- Aktie verzeichnet deutlichen Tagesverlust nach politischen Vorwürfen
- Fokus liegt auf KI-Monetarisierung trotz geopolitischer Risiken
Alibaba gerät am Wochenende erneut ins Fadenkreuz der amerikanischen Politik. Ein US-Abgeordneter wirft dem Chiphersteller Nvidia vor, Exportbeschränkungen zu umgehen, um weiterhin fortschrittliche KI-Hardware an chinesische Tech-Giganten zu liefern. Während Alibaba an der Börse zuletzt eine Korrektur verzeichnete, stellt sich für Anleger die Frage: Gefährdet diese politische Rhetorik die ambitionierten KI-Pläne des Konzerns?
Vorwürfe aus Washington
Der republikanische Abgeordnete Brian Mast hat am Sonntag schwere Vorwürfe gegen Nvidia erhoben. Er beschuldigt den US-Chiphersteller, aktiv zu versuchen, Millionen von fortschrittlichen KI-Chips an chinesische Unternehmen zu verkaufen, die er als “militärische Unternehmen” bezeichnet – darunter explizit auch Alibaba und Tencent.
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Im Kern geht es um den Zugang zu Hochleistungsprozessoren wie dem H200, die für das Training großer Sprachmodelle (LLMs) unerlässlich sind. Da Alibabas Cloud-Sparte zuletzt ein starkes Wachstum verzeichnete und die eigenen “Qwen”-KI-Modelle bereits über 700 Millionen Downloads erreicht haben, trifft dieser politische Vorstoß einen nervösen Punkt. Sollte die Rhetorik zu tatsächlichen Verschärfungen der Exportlizenzen führen, könnte dies den Ausbau der KI-Infrastruktur von Alibaba erheblich bremsen.
Strategische Absicherung
Als Reaktion auf die anhaltenden geopolitischen Risiken forciert Alibaba seine Unabhängigkeit von westlicher Technologie. Berichten zufolge tritt der Konzern gemeinsam mit JPMorgan als Ankerinvestor beim geplanten Börsengang des Chip-Designers Montage Technology in Hongkong auf.
Dieser Schritt ordnet sich nahtlos in Pekings Strategie ein, die technologische Selbstversorgung des Landes zu stärken. Durch die direkte Beteiligung an einem wichtigen heimischen Chiphersteller versucht Alibaba, die Risiken brüchiger Lieferketten abzufedern. Marktbeobachter werten dies als notwendigen Hedging-Mechanismus gegen genau jene Art von politischem Druck, der aktuell aus den USA kommt.
Kurs unter Druck
Die jüngste politische Unsicherheit spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Nach einer starken Phase zu Jahresbeginn mussten die Papiere am Freitag Federn lassen und schlossen bei 141,80 Euro, was einem Tagesverlust von 3,93 % entspricht. Trotz dieses Rücksetzers liegt die Aktie auf Sicht von 12 Monaten noch immer mit über 77 % im Plus. Die hohe Volatilität (annualisiert über 106 %) zeigt jedoch, wie sensibel der Titel auf das Spannungsfeld zwischen heimischer Unterstützung und ausländischen Restriktionen reagiert.
Ausblick
Für Anleger wird der Wochenstart entscheidend sein, um zu sehen, ob die Äußerungen von Brian Mast eine breitere Verkaufswelle im Halbleiter- und China-Tech-Sektor auslösen. Technisch befindet sich die Aktie in einer Konsolidierungsphase. Der Fokus verschiebt sich nun auf die kommende Berichtssaison Ende Januar: Dann muss Alibaba beweisen, dass die Monetarisierung der KI-Dienste trotz politischer Störfeuer voranschreitet.
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