Alibaba Aktie: Schwacher Konsum belastet
Alibabas Aktie verliert nach schwachen chinesischen Einzelhandelsdaten. Analysten warnen vor Margendruck durch milliardenschwere Investitionen in KI, während das eigene KI-Modell Qwen Rekordzahlen meldet.

- Chinas Einzelhandelswachstum fällt überraschend schwach aus
- Analysten kritisieren hohe Investitionen und sehen Margendruck
- KI-Modell Qwen knackt 600 Millionen Downloads
- Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf langfristige KI-Führung
Alibaba gerät unter Druck. Am Montag verlor die Aktie rund 3,6 Prozent – ausgelöst durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China und wachsende Sorgen über die milliardenschweren Investitionen des Tech-Konzerns. Während das Kerngeschäft schwächelt, stellt sich die Frage: Zahlt sich die KI-Offensive aus?
Einzelhandelsdaten schocken den Markt
Die Zahlen aus Peking fielen ernüchternd aus: Im November wuchsen die Einzelhandelsumsätze in China nur um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erwartet worden waren 2,9 Prozent. Das schwächste Wachstum seit Dezember 2022 trifft Alibaba direkt ins Mark – schließlich hängt das heimische E-Commerce-Geschäft unmittelbar von der Kauflaune chinesischer Verbraucher ab. Die Konsumschwäche zieht sich trotz staatlicher Stimulierungsmaßnahmen weiter hin und belastet auch Wettbewerber wie JD.com und Baidu.
Analysten warnen vor Margendruck
Parallel verschärfte das Analysehaus Zacks Investment Research seinen Ton gegenüber Alibaba. Im Fokus: die geplanten Kapitalausgaben von umgerechnet rund 380 Milliarden Renminbi in den kommenden drei Jahren, primär für KI- und Cloud-Infrastruktur. Während diese Investitionen strategisch notwendig erscheinen, dürften sie kurzfristig die Profitabilität belasten. Zacks stuft die Aktie aktuell als „Strong Sell“ ein und verweist darauf, dass trotz starken Cloud-Wachstums (+34 Prozent im jüngsten Quartal) die Margen unter Druck bleiben.
KI-Modell mit Rekord-Downloads
Einen Lichtblick lieferte Alibaba ausgerechnet am Tag des Kursrutsches: Das hauseigene Open-Source-KI-Modell Qwen knackte die Marke von 600 Millionen Downloads und überholte damit Metas Llama. Zudem erreichte eine neue Qwen-basierte Konsumentenanwendung binnen einer Woche über eine Million Downloads. Die Zahlen belegen: Die massiven Investitionen zeigen zumindest bei der Produktakzeptanz Wirkung.
Investitionsphase mit ungewissem Ausgang
CEO Eddie Wu hatte die strategische Neuausrichtung bereits Anfang des Jahres angekündigt – bewusster Verzicht auf kurzfristige Gewinne zugunsten einer Führungsposition im KI-Zeitalter. Doch das Umfeld bleibt herausfordernd: Schwache Binnennachfrage in China trifft auf skeptische Anleger, die bei Tech-Konzernen generell hinterfragen, wann sich die hohen KI-Ausgaben rechnen.
Der Großteil der Analysten bleibt dennoch optimistisch, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 194 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Entscheidend wird sein, ob Alibaba in den kommenden Quartalen nachweisen kann, dass die Cloud Intelligence Group aus der Infrastruktur margenstarke Umsätze generiert. Das nächste wichtige Signal könnte von der chinesischen Regierung kommen: Direkte fiskalische Unterstützungsmaßnahmen für 2026 würden den lahmenden Konsum ankurbeln und Alibaba Rückenwind verschaffen.
Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




