Alibaba Aktie: Strategische Neuausrichtung

Der chinesische Tech-Konzern Alibaba treibt seine Neuausrichtung mit einer Logistik-Fusion und einem eigenen Hochleistungsprozessor voran, während Anleger die hohen Investitionen kritisch bewerten.

Die Kernpunkte:
  • Fusion der Logistik-Einheit mit Zelos Technology
  • Vorstellung des eigenen KI-Chips "Zhenwu 810E"
  • Geplante massive Erhöhung der KI-Investitionen
  • Aktie zeigt deutliche Verluste seit Jahresbeginn

Alibaba forciert den Konzernumbau gleich an zwei Fronten. Neben einer Milliarden-Fusion bei der Logistik-Tochter Cainiao präsentierte der chinesische Tech-Riese einen neuen Hochleistungs-Chip, um die technologische Unabhängigkeit zu stärken. Während das Management massive Investitionen in die Zukunft plant, blicken Anleger skeptisch auf die kurzfristige Kostenentwicklung.

Logistik: Strategiewechsel statt Eigenbau

Ein zentraler Pfeiler der neuen Strategie betrifft die Logistiksparte Cainiao. Das Unternehmen vollzieht eine Kehrtwende bei autonomen Lieferfahrzeugen: Statt diese selbst zu entwickeln und zu bauen, fusioniert Alibaba seine entsprechende Einheit mit Zelos Technology. Das neu formierte Unternehmen wird mit rund 2 Milliarden US-Dollar bewertet.

Dieser Schritt markiert den Übergang vom Hersteller zum strategischen Investor. Alibaba wird Hauptaktionär der neuen Einheit, überlässt das operative Geschäft jedoch Zelos. Ziel ist der rasche Ausbau der Flotte auf 20.000 Lieferroboter („Robovans“), um die automatisierte Zustellung auf der letzten Meile massiv zu skalieren. Zelos, bereits in über 300 chinesischen Städten aktiv, soll dabei eine Zwei-Marken-Strategie fahren.

Kampf um die Chip-Unabhängigkeit

Parallel zur Logistik-Neuordnung greift Alibaba im Halbleiter-Sektor an. Die Chip-Design-Sparte T-Head hat offiziell den „Zhenwu 810E“ vorgestellt. Dieser neue Prozessor zielt direkt auf den Markt für Hochleistungs-KI-Chips ab und positioniert sich als Alternative zu Nvidias H20-Serie.

Diese Hardware-Offensive ist Teil eines größeren Plans: Marktberichten zufolge erwägt der Konzern, seine Investitionen in KI-Infrastruktur und Cloud-Computing drastisch zu erhöhen. Im Gespräch ist eine Aufstockung des Budgets von 380 auf 480 Milliarden RMB über die nächsten drei Jahre. Damit will sich Alibaba im Wettlauf mit Konkurrenten wie Tencent und ByteDance behaupten, die ebenfalls um die Vorherrschaft im prognostizierten 90-Milliarden-Dollar-Markt für KI-Cloud-Dienste kämpfen.

Anleger wägen Risiken ab

Die ambitionierten Pläne stoßen am Markt auf eine verhaltene Reaktion. Investoren bewerten derzeit, inwieweit die enormen Kapitalausgaben (CapEx) die Margen belasten könnten, bevor sich das erhoffte Wachstum einstellt. Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit wider und notiert aktuell bei rund 144,80 Euro.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 7 Prozent zu Buche. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,4 deutet mittlerweile auf eine überverkaufte Situation hin, was zeigt, dass die Skepsis der Marktteilnehmer bereits deutlich eingepreist ist.

Der nächste wichtige Impuls für den Kurs steht am 19. Februar 2026 an. Dann wird Alibaba die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Zudem erwarten Beobachter rund um das chinesische Neujahrsfest Mitte Februar die Vorstellung neuer KI-Modelle der Qwen-Serie, die zeigen müssen, ob der Konzern technologisch liefert.

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