Alibaba Aktie: Wachstumschancen analysiert
Alibaba treibt seine KI-Strategie mit der Veröffentlichung dreier neuer Qwen3.5-Modelle und der Entwicklung eigener Halbleiter voran, um Kosten zu senken und Unabhängigkeit zu stärken.

- Drei neue KI-Modelle als Open Source veröffentlicht
- Eigene Chips sollen Kosten und Abhängigkeit reduzieren
- Analysten sehen Potenzial und bestätigen Übergewichtung
- Aktienkurs zeigt kurzfristig Schwäche trotz positiver News
Alibaba schiebt seine KI-Strategie sichtbar nach vorn: Innerhalb von zwei Tagen hat der Konzern gleich drei neue Qwen3.5-Modelle als Open Source freigegeben. Parallel rückt ein zweiter Baustein stärker in den Fokus – eigene Chips, die das KI-Ökosystem günstiger und unabhängiger machen sollen. Genau diese Kombination aus Software und Hardware liefert Anlegern gerade die zentrale Story.
Drei neue Qwen3.5-Modelle – und ein klares Signal an Entwickler
Am 24. und 25. Februar wurden drei mittelgroße, frei verfügbare Modelle veröffentlicht: Qwen3.5-35B-A3B, Qwen3.5-122B-A10B und Qwen3.5-27B. Entwicklerangaben zufolge soll ausgerechnet die Variante Qwen3.5-35B-A3B ältere, deutlich größere Vorgängermodelle übertreffen. Das ist bemerkenswert, weil es auf Effizienzgewinne hindeutet – also mehr Leistung mit weniger „Modell-Gewicht“.
Zum Qwen3.5-27B wurden zudem technische Details genannt: Das Modell arbeitet mit 27 Milliarden Parametern und einem nativen Kontextfenster von 262.144 Tokens, das sich laut Entwicklern auf bis zu 1,01 Millionen Tokens erweitern lässt. Die Architektur kombiniert Gated Delta Networks mit einem Sparse Mixture-of-Experts-Ansatz. Außerdem wurde die Sprachabdeckung auf 201 Sprachen ausgebaut. Für den Einsatz über APIs liefert OpenRouter Preissignale: Der gehostete Qwen3.5-Plus-Zugang startet bei 0,40 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 2,40 US-Dollar pro Million Output-Tokens.
Eigene Chips als Kostenhebel – und als Antwort auf Nvidia?
Ein Research-Update von CMSI Research beschreibt, wie Alibaba die Teile zu einer „Full-Stack“-Struktur zusammensetzt: Basis-Infrastruktur, Modelle und Produktanwendungen sollen als Ökosystem ineinandergreifen. Genannt werden dabei drei Säulen: die Qwen-Modelle, das Cloud-Geschäft und die Halbleitereinheit Pingtouge.
Pingtouge brachte laut Bericht den KI-Chip Zhenwu 810E in den Markt. CMSI setzt ihn in Benchmarks in direkte Relation zu Nvidias H20. Der Zweck ist klar umrissen: eigene Halbleiter sollen die Stückkosten in der Infrastruktur senken. Genau das würde nicht nur die Profitabilität von KI-Anwendungen beeinflussen, sondern auch die Skalierbarkeit – also wie schnell und wie günstig neue KI-Produkte ausgerollt werden können.
CMSI Research bleibt vor diesem Hintergrund bei „Overweight“ und nennt ein Kursziel von 204 US-Dollar für die US-notierten Aktien.
Börsenbild: Aktie unter Druck, Short-Quote im Blick
Trotz der operativen KI-News bleibt die Aktie kurzfristig angeschlagen: Heute steht sie bei 129,00 Euro (−0,92%). Auffällig ist zudem die von AASTOCKS gemeldete Short-Aktivität: Das Short-Sales-Volumen lag am 25. Februar bei 701,78 Mio. US-Dollar, die Short-Interest-Ratio bei 9,871%.
In den kommenden Wochen dürfte der Markt daher besonders darauf schauen, ob Alibabas „Software plus eigener Chip“-Ansatz nicht nur technisch überzeugt, sondern auch spürbar Kosten und Time-to-Market in der KI-Infrastruktur verbessert – denn genau darauf zielt die aktuelle Argumentation der Analysten ab.
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