Alibaba stock: Workforce Slashed, $100 Billion AI Target Set
Alibaba opfert kurzfristige Gewinne und Zehntausende Stellen, um mit massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz das stagnierende Kerngeschäft zu ersetzen.

- Nettogewinn bricht um 67 Prozent ein
- Belegschaft schrumpft um ein Drittel auf 128.000
- KI- und Cloud-Umsatz soll bis 2031 verfünffacht werden
- Investitionen von über 52 Milliarden Dollar geplant
Der chinesische Tech-Gigant Alibaba vollzieht derzeit einen der drastischsten Konzernumbauten seiner Geschichte. Während das einst dominierende E-Commerce-Geschäft stagniert, opfert das Management kurzfristige Gewinne und zehntausende Arbeitsplätze für eine gigantische Vision. Das Ziel ist klar definiert: Künstliche Intelligenz soll den Konzern in eine neue Ära katapultieren und die schwindenden Margen im Online-Handel kompensieren.
Um diese Neuausrichtung zu finanzieren, greift CEO Eddie Wu hart durch. Im Verlauf des Jahres 2025 schrumpfte die Belegschaft um rund 34 Prozent auf gut 128.000 Mitarbeiter, primär durch den Verkauf von stationären Einzelhandelssparten wie der Sun Art Gruppe. Diese Verschlankung ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Quartalszahlen vom vergangenen Donnerstag. Der Nettogewinn brach im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 2,39 Milliarden US-Dollar ein. Gleichzeitig verfehlte der Gesamtumsatz mit einem minimalen Plus von zwei Prozent die Markterwartungen, da die Marketingausgaben für die Expansion im Schnelllieferdienst massiv anstiegen.
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Fokus auf Monetarisierung
Die freigewordenen Ressourcen fließen nun fast vollständig in die neue Kernstrategie. Bis 2031 will Alibaba den Umsatz im Cloud- und KI-Segment auf 100 Milliarden US-Dollar verfünffachen. Dafür bündelte das Unternehmen im März 2026 seine KI-Aktivitäten in der neuen Einheit „Alibaba Token Hub“.
Gleichzeitig zieht der Konzern die Preisschraube an. Die Gebühren für Cloud-Speicher und hauseigene T-Head-KI-Chips stiegen kürzlich um rund 30 Prozent. Diese Maßnahmen sollen die enormen Investitionskosten abfedern, denn bis zum Geschäftsjahr 2028 plant das Management Ausgaben von über 52 Milliarden US-Dollar für die KI-Infrastruktur.
Lichtblicke und geopolitische Risiken
Erste Erfolge dieser teuren Wette zeichnen sich bereits ab. Das Cloud-Geschäft beschleunigte sein Wachstum zuletzt auf 36 Prozent, und der hauseigene KI-Chatbot Qwen verzeichnet mittlerweile 300 Millionen monatlich aktive Nutzer. Dennoch reagierten Anleger nervös auf den Gewinneinbruch. Die in den USA gelisteten Papiere rutschten nach den Zahlen um gut sieben Prozent ab, womit sich der Kursverlust auf 30-Tage-Sicht auf knapp 20 Prozent summiert.
Zusätzlich belasten externe Faktoren die Stimmung. Die Aufnahme in eine Beobachtungsliste des US-Verteidigungsministeriums im Februar sowie drohende Zölle auf Paketsendungen in westliche Märkte sorgen für anhaltende Unsicherheit. Zudem prüft eine US-Kanzlei derzeit eine mögliche Sammelklage wegen angeblicher Datenlieferungen an das chinesische Militär.
Trotz des aktuellen Gegenwinds verfügt Alibaba mit einer Nettoliquidität von 42,5 Milliarden US-Dollar über ein massives finanzielles Polster für den laufenden Umbau. Neben der KI-Offensive treibt das Management auch das Segment „Quick Commerce“ aggressiv voran. Hier peilt der Konzern bis zum Geschäftsjahr 2028 ein Handelsvolumen von einer Billion Renminbi an, wobei die Sparte bereits im Folgejahr die Profitabilitätsschwelle erreichen soll.
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