Allgeier Aktie: EBT zwölffach auf 1,2 Millionen
Allgeier steigert Halbjahresumsatz um zehn Prozent auf 162 Mio. Euro. Das EBT vervielfacht sich auf 1,2 Mio. Euro, die Jahresprognose bleibt unverändert.

- Umsatzplus von zehn Prozent
- EBT vervielfacht auf 1,2 Millionen
- KI-Investitionen treiben Wachstum
- Jahresziele werden bestätigt
Mit einem zweistelligen Umsatzwachstum im fortgeführten Geschäft hat die Allgeier SE das erste Halbjahr 2026 abgeschlossen. Wie das IT-Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stiegen die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 10 Prozent auf 162 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 147 Millionen Euro erzielt worden waren. Auf Basis dieser vorläufigen Zahlen bekräftigte der Vorstand seine Ziele für das gesamte Geschäftsjahr.
Deutliche Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr
Parallel zum Umsatzplus konnte das Unternehmen seine Ertragskraft steigern. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 17,6 Millionen Euro (Vorjahr: 16,6 Millionen Euro), was einer operativen Marge von 10,5 Prozent entspricht. Besonders signifikant fiel die Entwicklung beim Ergebnis vor Steuern (EBT) aus: Hier verzeichnete Allgeier einen Anstieg auf 1,2 Millionen Euro, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres lediglich 0,1 Millionen Euro gemeldet worden waren.
Für das Gesamtjahr 2026 sieht die offizielle Guidance einen Zielumsatz zwischen 335 Millionen Euro und 375 Millionen Euro vor. Das bereinigte EBITDA soll am Ende des Jahres in einer Spanne von 46 Millionen Euro bis 52 Millionen Euro liegen. Bereits im ersten Quartal hatte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 9 Prozent gemeldet und für das abgelaufene Geschäftsjahr eine erhöhte Dividende von 1,00 Euro je Aktie angekündigt, die auch eine Sonderkomponente aus Spartenverkäufen enthielt.
Strategischer Fokus auf Künstliche Intelligenz
Medienberichten zufolge bewerteten die Analysten der Futurum Group die Entwicklung gestern positiv. In ihrer Einschätzung vom Freitag hoben sie hervor, dass das Wachstum von Allgeier im ersten Halbjahr über dem Niveau von Wettbewerbern wie Bechtle, Atea oder Computacenter gelegen habe. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung seien Investitionen von mehr als 10 Millionen Euro in KI-gestützte Prozesslösungen.
Ein konkretes Beispiel für den Erfolg dieser Strategie ist ein Großprojekt in Schleswig-Holstein. Die Tochtergesellschaft mgm technology partners setzt ihre KI-Low-Code-Plattform A12 ein, um veraltete Microsoft-Access-Anwendungen in der Landesverwaltung abzulösen. Dieser Projekterfolg unterstreicht die Positionierung des Konzerns als Partner für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor.
Kursentwicklung und Kapitalmaßnahmen
Am Freitag schloss das Papier im deutschen Handel bei 16,90 Euro. Trotz eines Rückgangs von 18,75 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie aktuell 4,24 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 16,21 Euro. Zur Unterstützung des Aktienkurses läuft weiterhin ein Rückkaufprogramm für den Zeitraum 2025/2026, das ein Volumen von bis zu 575.080 Aktien umfasst.
Auch auf Ebene der Unternehmensführung gab es zuletzt Bewegungen. Anfang Juli meldeten die Vorstandsmitglieder Carl Georg Dürschmidt und Dr. Marcus Goedsche die Ausübung von Aktienoptionen. Die Gesamtzahl der Stimmrechte im Unternehmen lag laut einer Pflichtmitteilung Ende Juli bei 11.501.608 Stück. Anleger erwarten nun am kommenden Freitag die Veröffentlichung des vollständigen Halbjahresfinanzberichts, der detaillierte Einblicke in die einzelnen Geschäftssegmente geben wird.
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