Allianz: 190.580 Aktien in einer Woche zurückgekauft

Allianz Trade stuft mögliche Risiken bei Radiant World als gering ein, während die Allianz weitere eigene Aktien erwirbt und der Kurs stabil bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt zum Wochenstart 0,5 Prozent zu
  • Allianz Trade sieht keine wesentliche Exposition
  • 190.580 eigene Aktien zurückgekauft
  • Kurs bleibt nahe dem 52-Wochen-Hoch

Die Allianz-Aktie hat sich zum Wochenauftakt behauptet und konnte den Handel am Montag mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent bei 444,50 Euro beenden.

Während im Markt Berichte über Verbindungen des Kreditversicherers Allianz Trade zum Umfeld des Unternehmens Radiant World diskutiert wurden, sorgen offizielle Stellungnahmen und die Fortführung der Kapitalrückführungen für eine sachliche Einordnung der Lage. Das Unternehmen nutzt die aktuelle Marktsituation weiterhin für den Erwerb eigener Anteile.

Allianz Trade sieht keine wesentlichen Risiken

Medienberichten zufolge hat die Allianz-Tochter Allianz Trade Transaktionen im Umfeld von Radiant World versichert. Laut Reuters wurde diese Beteiligung am Freitag bekannt, was am Markt zunächst für Aufmerksamkeit im Sektor der Kreditversicherer sorgte. Allianz Trade stellte jedoch klar, dass keine wesentliche Exposition gegenüber Radiant World oder deren direkten Kunden besteht.

Hintergrund dieser Einschätzung ist unter anderem die vertragliche Gestaltung solcher Policen. In der Kreditversicherungsbranche ist es üblich, dass Schäden, die auf betrügerische Handlungen zurückzuführen sind, standardmäßig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen bleiben. Damit wird das finanzielle Risiko für die Allianz aus diesem spezifischen Komplex als gering eingestuft. Die Meldungen ergänzen die Nachrichtenlage der vergangenen Tage, in denen Kreditrisiken im Sektor verstärkt thematisiert wurden.

Kontinuität beim Aktienrückkaufprogramm

Ungeachtet der Debatten um Einzelrisiken treibt die Allianz SE ihr angekündigtes Aktienrückkaufprogramm weiter voran. Wie aus entsprechenden Kapitalmarktinformationen hervorgeht, kaufte der Konzern im Zeitraum vom 31. August bis einschließlich 4. September insgesamt 190.580 eigene Aktien zurück. Die Transaktionen wurden über die Börse Xetra sowie weitere europäische Handelsplätze abgewickelt.

Dieser Schritt folgt auf eine bereits aktive Rückkaufphase im August. Zwischen dem 24. und 28. August hatte der Versicherer 57.715 Anteile erworben. Die Fortsetzung dieses Programms unterstreicht die Strategie des Vorstands, überschüssiges Kapital an die Anteilseigner zurückzugeben und damit den Gewinn pro Aktie langfristig zu stützen. Die Käufe erfolgten kontinuierlich an verschiedenen Handelstagen, darunter am 31. August sowie am 2. und 3. September.

Chartbild bleibt trotz Allzeithoch-Nähe stabil

Anleger bewerten die aktuelle fundamentale Verfassung des DAX-Konzerns weiterhin positiv. Trotz der jüngsten Diskussionen um Kreditversicherungsrisiken notiert das Papier nur knapp 2,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 454,50 Euro, das erst am 3. September markiert wurde. Die Aktie befindet sich damit weiterhin in Schlagdistanz zu neuen Rekordmarken.

Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich die Stärke des Wertes. Die Allianz-Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, der bei 392,99 Euro verläuft. Dieser deutliche Abstand zum langfristigen Trendindikator verdeutlicht die relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt.

Solange die Marke um den 200-Tage-Durchschnitt verteidigt wird, bleibt das technische Bild aus Sicht vieler Marktteilnehmer konstruktiv, während die operativen Rückkäufe eine zusätzliche Stütze für den Kursverlauf bilden.

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