Allianz Aktie: 2,5 Milliarden Rückkaufziel
Der Versicherer setzt sein milliardenschweres Rückkaufprogramm planmäßig fort und kauft auch bei hohen Kursen weiter eigene Aktien.

- Rückkauf von 120.000 Aktien in einer Woche
- Bisher 1,27 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgeflossen
- Operativer Gewinn im ersten Quartal gestiegen
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch bei 407 Euro
Die Allianz kauft weiter kräftig eigene Aktien zurück. Dabei stört den Münchner Versicherer auch der aktuell hohe Kurs nicht. Im Gegenteil. Das milliardenschwere Programm läuft strikt nach Plan.
In der dritten Juniwoche sammelte der Konzern knapp 120.000 eigene Papiere ein. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei gut 399 Euro. Damit investierte die Allianz allein in diesen fünf Tagen rund 47 Millionen Euro in die Kurspflege.
Seit Mitte März summiert sich der Bestand auf fast 3,4 Millionen eingezogene Aktien. Insgesamt flossen bisher 1,27 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück. Bis Jahresende will der Vorstand das volle Volumen von 2,5 Milliarden Euro ausschöpfen.
Operative Stärke treibt den Kurs
Das Fundament für diese Kapitalrückflüsse liefert das operative Geschäft. Im ersten Quartal verdiente die Allianz operativ 4,52 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fast sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Vorstand hält daher an seinem Jahresziel fest. Bis Ende Dezember soll der operative Gewinn bei rund 17,4 Milliarden Euro landen. Auch die Solvency-II-Quote zeigt mit 221 Prozent eine sehr solide Kapitalausstattung.
Nahe am Jahreshoch
An der Börse honorieren Anleger diese Entwicklung. Am Dienstag schloss das Papier bei 405,20 Euro. Damit trennt den DAX-Wert nur ein halbes Prozent vom frischen 52-Wochen-Hoch. Dieses markierte die Aktie erst am vergangenen Montag bei exakt 407 Euro.
Der Trend zeigt klar nach oben. Auf Jahressicht steht ein Kursgewinn von gut 18 Prozent auf der Anzeigetafel. Ein Blick auf den RSI mahnt allerdings kurzfristig zur Vorsicht. Der Indikator notiert bei 69,9 und signalisiert einen fast überkauften Zustand.
Das Management zieht die Aktienrückkäufe also auch auf hohem Preisniveau konsequent durch. Ob das laufende Geschäft diese Bewertung weiterhin rechtfertigt, entscheidet sich im Hochsommer. Am 7. August präsentiert die Allianz ihre Ergebnisse für das zweite Quartal.
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