Allianz Aktie: 4,3 Milliarden im Fondspolizzen-Geschäft

Die Allianz-Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Hoch. Gestützt wird der Kurs durch die starke Position des Konzerns bei Fondspolicen und optimistische Analysten.

Die Kernpunkte:
  • Neues 52-Wochen-Hoch markiert
  • Marktführerschaft bei Fondspolicen ausgebaut
  • Wachstum über Marktdurchschnitt
  • Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Allianz hat am Dienstag ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Hinter der Kursbewegung steckt mehr als bloße Markteuphorie: frische Branchenzahlen belegen, dass der Münchener Konzern seine Marktführerschaft im Fondspolizen-Geschäft weiter ausbaut.

Marktführer bei Fondspolicen

Im Geschäftsjahr 2025 verteidigte die Allianz ihren Spitzenplatz unter Deutschlands Anbietern von fonds- und indexgebundenen Lebensversicherungen. Mit Beitragseinnahmen von knapp 4,3 Milliarden Euro verwies der Konzern den Wettbewerber Generali auf Rang zwei. Generali kam auf 4,1 Milliarden Euro.

Besonders auffällig: Die Allianz wuchs mit 17,7 Prozent deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Der legte insgesamt um rund 11 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro zu. Die sechs größten Anbieter bündeln inzwischen mehr als die Hälfte des gesamten Marktvolumens — der Konsolidierungstrend beschleunigt sich.

Kurs nahe Allzeithoch, RSI im roten Bereich

Die Aktie schloss am Dienstag bei 412,50 Euro — nur 0,34 Prozent unter dem neuen 52-Wochen-Hoch von 413,90 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von rund 10 Prozent, seit Jahresbeginn sind es gut 6 Prozent. Der RSI liegt bei 73,7 und zeigt damit technisch überkaufte Bedingungen an. Alle gleitenden Durchschnitte — von 50 bis 200 Tage — notieren klar unterhalb des aktuellen Kurses.

Analysten mit weit höherem Kursziel

Trotz der Rekordjagd bleibt die Berenberg Bank optimistisch. Sie bestätigte im Juni ihr Kursziel von 684,00 Euro und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Das impliziert vom aktuellen Niveau aus noch erhebliches Aufwärtspotenzial.

Neben den operativen Zahlen richtet sich der Blick der Investoren auf zwei Themen: mögliche Expansion im asiatischen Raum sowie die Fortsetzung der Aktionärsfreundlichkeit durch Dividenden und Rückkaufprogramme.

Im dritten Quartal dürfte die Allianz konkretere Angaben zur Asien-Strategie vorlegen. Dann zeigt sich auch, wie stark die Volatilität an den Kapitalmärkten die Erträge aus fondsgebundenen Produkten belastet — oder eben nicht.

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