Allianz Aktie: 9 Milliarden zurück

Der Versicherungskonzern schüttet 2025 insgesamt 9 Milliarden Euro an seine Aktionäre aus, gedeckt durch ein Rekordergebnis. Die Kapitalrückführungsrendite liegt bei 6,62 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro im Jahr 2025
  • Dividende und Rückkäufe summieren sich auf 9 Milliarden
  • Gesamtkapitalrückführungsrendite von 6,62 Prozent
  • Hauptversammlung stimmt über erhöhte Dividende ab

Amundi verkauft, Allianz kauft. Während der französische Vermögensverwalter seinen Stimmrechtsanteil knapp unter die Drei-Prozent-Marke gesenkt hat, läuft das konzerneigene Rückkaufprogramm über bis zu 2,5 Milliarden Euro auf Hochtouren. Das Ergebnis: Allianz avanciert zum größten Käufer der eigenen Papiere.

Was die Zahlen hinter der Dividende verraten

Für Einkommensanleger lohnt sich ein genauerer Blick auf die Gesamtrendite. Die Dividendenrendite von 4,79 Prozent ist nur ein Teil des Bildes — addiert man die Aktienrückkaufrendite von 1,83 Prozent, ergibt sich eine Gesamtkapitalrückführungsrendite von 6,62 Prozent.

In absoluten Zahlen: Rund 6,5 Milliarden Euro fließen als Dividende an die Aktionäre, weitere 2,5 Milliarden über Rückkäufe. Zusammen schüttet Allianz damit 9 Milliarden Euro aus — gedeckt durch ein Periodenergebnis von 11,11 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

Jede sechste Aktie bereits eingezogen

Der Rückkauftrend reicht weit zurück. Seit 2017 hat Allianz 76,5 Millionen eigene Aktien erworben und eingezogen — das entspricht rund jeder sechsten Aktie. Allein zwischen Ende 2021 und heute schrumpfte die Anzahl ausstehender Papiere von 408,5 Millionen auf 380,4 Millionen, ein Rückgang von rund sieben Prozent.

Strukturell ist das kein Zufall: Die Dividendenpolitik sieht vor, etwa 60 Prozent des Aktionärsergebnisses als Dividende auszuschütten, weitere 15 Prozent fließen flexibel in Rückkäufe.

Hauptversammlung und Q1-Zahlen im Mai

Der Mai bringt gleich mehrere Wegmarken. Am 7. Mai stimmt die Hauptversammlung in München über eine um elf Prozent erhöhte Dividende von 17,10 Euro je Aktie ab. Auszahlung erfolgt am 12. Mai, Ex-Tag ist der 8. Mai. Sechs Tage später, am 13. Mai, folgen die Erstquartalszahlen für 2026.

Ein Risiko bleibt im Blick: Die Kreditversicherungstochter Allianz Trade steht unter Druck, weil die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2025 um elf Prozent auf rund 24.300 Fälle stiegen. Für 2026 erwartet Allianz Trade einen weiteren Anstieg. Das belastet das Versicherungsgeschäft direkt.

Das Fundament hält dem bislang stand. Mit einem Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro 2025, einer Solvency-II-Quote von 218 Prozent und einem identischen Gewinnziel für das laufende Jahr — Toleranz eine Milliarde Euro — präsentiert sich Allianz vor den Mai-Terminen in robuster Verfassung.

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