Allianz Aktie: Berenberg hebt Kursziel auf 684 Euro
Allianz profitiert von Rekordgewinn, Aktienrückkäufen und einem massiv angehobenen Kursziel auf 684 Euro durch Berenberg.

- Weitere 119.075 Aktien zurückgekauft
- Neues 52-Wochen-Hoch bei 407 Euro
- Berenberg erhöht Kursziel auf 684 Euro
- Operativer Rekordgewinn von 4,52 Milliarden Euro
Knapp unter dem frischen Jahreshoch, starke Quartalszahlen im Rücken und ein Analyst, der sein Kursziel um 180 Euro anhebt — bei der Allianz läuft gerade einiges zusammen.
Rückkäufe stützen den Kurs
Zwischen dem 15. und 19. Juni kaufte die Allianz weitere 119.075 eigene Aktien zurück. Die Preise lagen dabei zwischen 392,88 und 401,26 Euro. Seit Programmstart am 13. März 2026 summieren sich die Rückkäufe auf insgesamt 3,39 Millionen Aktien.
Das Programm verknapp das Angebot an frei handelbaren Titeln schrittweise. Am Montag erreichte die Aktie mit 407,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Gestern schloss sie bei 403,40 Euro — weniger als ein Prozent darunter.
Berenberg hebt Kursziel auf 684 Euro
Analyst Michael Huttner von der Privatbank Berenberg hat sein Kursziel für die Allianz zuletzt deutlich von 504 auf 684 Euro angehoben. Seine Begründung: Europäische Kompositversicherer werden am Markt noch immer zu niedrig bewertet. Ein KGV von rund 12 auf Basis der 2028er-Erwartungen hält er für nicht gerechtfertigt. Ein Wert von 20 wäre seiner Einschätzung nach angemessen. Die Allianz nennt er als seinen Favoriten im Sektor.
Das gibt der aktuellen Kursstärke ein fundamentales Fundament. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 18,5 Prozent zugelegt.
Starkes Q1, aber maritime Risiken im Blick
Das erste Quartal 2026 lieferte Rückenwind: Die Allianz erzielte einen operativen Rekordgewinn von 4,52 Milliarden Euro. Schaden- und Unfallversicherung sowie das Asset Management — gestützt durch Mittelzuflüsse bei PIMCO — überzeugten besonders.
Parallel rückt ein Risikofaktor in den Fokus. Allianz Commercial wies darauf hin, dass Konflikte im Nahen Osten erhebliche Schadensforderungen im maritimen Bereich auslösen. Mitte Juni waren Schiffe und Fracht im Wert von rund 125 Milliarden US-Dollar im Persischen Golf blockiert. Für Spezialsparten wie die Kriegsrisikoversicherung bedeutet das allerdings steigende Prämien — ein zweischneidiges Schwert.
Der RSI liegt bei 67 und zeigt intaktes Momentum, ohne überkauft zu sein. Am 7. August legt die Allianz ihre Halbjahreszahlen vor — dann wird sich zeigen, ob das operative Tempo aus Q1 anhält.
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