Allianz Aktie: HSBC Life Singapore übernommen

Die Allianz-Aktie erreicht ein neues Allzeithoch dank positiver Analystenstimmen und strategischer Expansion in Asien.

Die Kernpunkte:
  • Neues Rekordhoch für Allianz-Aktie
  • RBC erhöht Kursziel auf 440 Euro
  • Übernahme von HSBC Life Singapur
  • Vorstandsumbau und Aktienrückkauf

Die Allianz-Aktie hat am heutigen Montag ein neues Rekordhoch erreicht. Auslöser ist eine Kurszielanhebung der kanadischen Bank RBC Capital Markets, die ihr Ziel für den Münchener Versicherer von 400 auf 440 Euro anhebt, die Einstufung „Sector Perform“ aber beibehält. Der Titel notiert aktuell bei 430,40 Euro und legt damit um 1,20 Prozent zu. Vom eigenen 52-Wochen-Hoch trennen die Aktie nur noch rund 0,4 Prozent – ein Beleg dafür, wie nah der Kurs seinem bisherigen Höchststand bereits gekommen ist.

Der Rekordlauf reiht sich in eine Serie positiver Nachrichten der vergangenen Tage ein. Erst am Donnerstag hatte JPMorgan sein Kursziel auf 430 Euro angehoben, allerdings mit dem Hinweis, dass vor den anstehenden Quartalszahlen nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial bestehe. Diese Einschätzung datiert vom vergangenen Donnerstag und markiert damit den jüngsten Stand von JPMorgan zum Titel.

Expansion in Asien: Zukauf von HSBC Life Singapur

Strategisch bedeutsam ist die am Freitag verkündete Übernahme von HSBC Life Singapore aus der HSBC-Gruppe. Parallel dazu vereinbarte die Allianz eine exklusive, 15 Jahre laufende Vertriebspartnerschaft für Versicherungsprodukte in Singapur. Der Schritt erweitert die Präsenz des Konzerns im asiatischen Wachstumsmarkt und verschafft ihm über die lange Laufzeit des Vertriebsabkommens einen planbaren Zugang zu einem der dynamischsten Versicherungsmärkte der Region.

Vorstandsumbau: Thallinger geht, Wimmer übernimmt zusätzliche Aufgaben

Am selben Tag kündigte der Aufsichtsrat das einvernehmliche Ausscheiden von Vorstandsmitglied Günther Thallinger zum 31. Dezember an. Im Zuge einer Effizienzsteigerung reduziert die Allianz die Zahl ihrer Vorstandsressorts von neun auf acht. Andreas Wimmer übernimmt dabei zusätzliche Verantwortung für das Investment Management. Für Anleger signalisiert der Umbau, dass der Konzern seine Führungsstruktur weiter strafft, ohne dass die strategische Ausrichtung infrage steht.

Ergänzt wird das Bild durch eine Initiative im deutschen Privatkundengeschäft: Vergangene Woche startete Allianz Deutschland eine Beratungs-Offensive für rund 1,5 Millionen Riester-Kunden, unter anderem mit neuen Informationsportalen und einem Förderindikationsrechner. Die Maßnahme richtet sich an das margenträchtige, aber regulatorisch anspruchsvolle Vorsorgegeschäft im Heimatmarkt.

Rückkaufprogramm läuft, Blick richtet sich auf Q2-Zahlen

Auch das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro setzt sich fort. Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb der Konzern 268.007 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 419,41 Euro. Seit März summiert sich der Bestand der zurückgekauften Anteile damit auf 4.218.808 Stück – ein kontinuierlicher Nachfragefaktor, der den Kurs zusätzlich stützt.

Im Fokus der Anleger steht nun der 7. August, wenn die Allianz ihre Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vorlegt. Bei der Vorlage der Erstquartalszahlen im Mai hatte der Konzern ein operatives Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro vermeldet und die Jahresprognose von 17,4 Milliarden Euro operativem Ergebnis, plus oder minus eine Milliarde, bestätigt. Ob der Konzern diesen Kurs im zweiten Quartal fortsetzt, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob die Aktie ihr frisches Rekordniveau verteidigen kann.

Anzeige

Allianz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Allianz-Analyse vom 28. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Allianz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Allianz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Allianz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Allianz