Allianz Aktie: Jefferies hält Kursziel bei 325 Euro
Allianz-Aktie nahe Rekordhoch, während Jefferies ein Kursziel von 325 Euro ausgibt. Technisches Kaufsignal und Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
- Jefferies sieht Abwärtspotenzial von 22 Prozent
- Technisches Kaufsignal durch FAZ-Depot
- Aktienrückkaufprogramm stützt Kursentwicklung
Ein Analyst sieht bei der Allianz-Aktie noch rund 100 Euro Abwärtspotenzial. Ein anderer nimmt das Papier wegen eines frischen Kaufsignals in sein Depot auf. Zwischen beiden Einschätzungen liegt an diesem Dienstag eine ungewöhnlich große Lücke.
Technisches Kaufsignal und Depotaufnahme
Die FAZ nimmt die Allianz-Aktie am heutigen Dienstag in ihr „Technische Depot“ auf. Analyst Achim Matzke begründet den Schritt mit der anhaltenden relativen Stärke des Papiers. Das europäische Marktumfeld bezeichnet er als insgesamt konstruktiv.
Die Aktie notiert aktuell bei 420,00 Euro. Das entspricht einem Plus von 0,31 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von 418,70 Euro am Montag. Auf Jahressicht hat sich der Kurs damit um mehr als 21 Prozent verteuert.
Damit rückt der Titel wieder in Richtung seines jüngsten Rekords. Nur 1,29 Prozent trennen den Kurs derzeit vom 52-Wochen-Hoch bei 425,50 Euro. Diese Marke hatte die Aktie erst am 10. Juli markiert.
Jefferies-Bewertung sorgt für Diskussionen
Für Gesprächsstoff sorgt unterdessen eine Einschätzung von Jefferies vom 13. Juli 2026. Analyst Philip Kett bestätigt seine Einstufung „Hold“. Das Kursziel bleibt bei 325,00 Euro.
Damit liegt die Bewertung der US-Investmentbank rund 22,6 Prozent unter dem aktuellen Marktniveau. Für eine Halte-Empfehlung ist diese Lücke ungewöhnlich groß.
Kett verweist in seinem monatlichen Branchenbericht auf stabile Markterwartungen für europäische Versicherer. Der Sektor legte im vergangenen Monat im Schnitt um 7,5 Prozent zu. Trotzdem lässt Jefferies sein Kursziel seit Dezember 2024 weitgehend unverändert.
Andere Häuser sehen das anders. Das Bankhaus Metzler hob sein Kursziel erst kürzlich auf 454,00 Euro an. Zwischen den beiden Lagern liegen damit fast 130 Euro Bewertungsunterschied.
Charttechnik und Rückkaufprogramm
Der RSI liegt bei 68,3 Punkten und nähert sich der überkauften Zone. Das deutet auf hohe Dynamik hin, aber auch auf eine mögliche kurzfristige Konsolidierung. Die Aktie notiert zudem 6,70 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 393,62 Euro.
Der langfristige Trend bleibt davon unberührt. Über dem 200-Tage-Durchschnitt von 376,83 Euro liegt der Kurs sogar um 11,46 Prozent. Der Versicherungskonzern kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von 159,91 Milliarden Euro.
Operative Unterstützung liefert weiterhin das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 3. Juli 2026 hatte der Konzern bereits rund 3,95 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Das entspricht etwa 60 Prozent des geplanten Gesamtvolumens von bis zu 2,5 Milliarden Euro.
Die regelmäßigen Käufe über die Börse wirken stabilisierend auf den Kurs. Kein Wunder, dass der Titel trotz der Jefferies-Skepsis nahe seinem Rekordhoch bleibt.
Am 7. August 2026 legt die Allianz SE ihren Halbjahresbericht vor. Dann zeigt sich, ob der Konzern seinen operativen Rekordlauf aus dem Jahresauftakt fortsetzt. Im Fokus stehen die Schaden-Kosten-Quote der Sachversicherung und die verwalteten Vermögen bei PIMCO und Allianz Global Investors.
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