Allianz Aktie: Oddo und Berenberg erhöhen Kursziele
Nach starkem operativem Q2-Ergebnis heben Oddo BHF und Berenberg die Kursziele der Allianz-Aktie an. Der Nettogewinn sank jedoch durch Sonderbelastungen.

- Operatives Rekordergebnis im zweiten Quartal
- Oddo BHF und Berenberg erhöhen Kursziele
- Nettogewinn sinkt durch Restrukturierungskosten
- Aktienrückkaufprogramm schreitet planmäßig voran
Nach dem operativen Rekordergebnis für das zweite Quartal ziehen mehrere Analysten nach: Oddo BHF und Berenberg bestätigten am Montag ihre optimistische Haltung zur Allianz-Aktie und schrauben ihre Kursziele weiter nach oben. Der Rückenwind aus dem Zahlenwerk hält damit auch in der neuen Woche an.
Rekordquartal überzeugt Analysten
Am Freitag hatte der Versicherer für das zweite Quartal 2026 ein operatives Ergebnis von 4,9 Milliarden Euro vorgelegt, ein Plus von 11 Prozent zum Vorjahr und deutlich über den Erwartungen der Analysten.
Der Nettogewinn sank dagegen um 12,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, belastet durch Restrukturierungskosten in Höhe von 643 Millionen Euro. Das Management bestätigte zugleich die Jahresprognose von 17,4 Milliarden Euro operativem Gewinn, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 1 Milliarde Euro.
Oddo BHF hob sein Kursziel am Montag von 450 auf 460 Euro an und beließ die Einstufung bei „Outperform“. Begründet wird der Schritt mit der starken operativen Dynamik in allen Segmenten des Konzerns. Berenberg-Analyst Michael Huttner bestätigte nach der Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 684 Euro, dem höchsten in der aktuellen Analystenrunde.
Auch RBC Capital Markets erhöhte am Montag ihr Kursziel und verwies dabei auf die starken Quartalszahlen sowie die jüngsten Zukäufe des Konzerns, beließ die Einstufung jedoch bei „Sector Perform“. Andere Häuser bewerten die Aktie skeptischer und verweisen vor allem auf die nicht-operativen Sondereffekte, die den Nettogewinn belastet hatten.
An der Börse schloss die Aktie am Montag bei 438,10 Euro, ein Plus von 0,64 Prozent zum Vortag. Nur 1,28 Prozent trennen das Papier damit vom 52-Wochen-Hoch. Die geteilte Analystenmeinung spiegelt sich auch im Kurs: Trotz des Rekordergebnisses bewegt sich die Aktie nur in kleinen Schritten weiter nach oben.
Rückkäufe und Expansion in Asien
Parallel zu den Zahlen gab der Konzern am Freitag den Stand seines laufenden Aktienrückkaufprogramms bekannt: Von den geplanten 2,5 Milliarden Euro wurden im ersten Halbjahr 2026 bereits Aktien im Wert von 1,4 Milliarden Euro zurückgekauft. Das Programm unterstreicht die Kapitalstärke des Konzerns trotz der Sonderbelastungen im Nettoergebnis.
Strategisch treibt Allianz zudem die Expansion in Asien voran. Die Fondstochter Allianz Global Investors vereinbarte am 5. August die Übernahme von UOB Asset Management aus Singapur von der United Overseas Bank. Mit dem Zukauf will der Konzern seine Wachstumsstrategie in der Region Asien-Pazifik forcieren.
Bereits am 30. Juli hatte die US-Fondstochter Pimco ihr internes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm „M Unit“ beendet und Anteile ehemaliger Mitarbeiter für mindestens 1,4 Milliarden Euro in bar zurückgekauft, um den eigenen Gewinnanteil an der Tochtergesellschaft zu erhöhen.
Ausblick: Blick auf das dritte Quartal
Die nächste Standortbestimmung folgt am 12. November mit der Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026. Bis dahin dürfte der Markt weiter diskutieren, wie tragfähig das operative Rekordniveau angesichts steigender Sonderkosten tatsächlich ist. Die Bandbreite der aktuellen Kursziele von rund 325 bis 684 Euro zeigt, dass sich die Analysten in dieser Einschätzung keineswegs einig sind.
Allianz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Allianz-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:
Die neusten Allianz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Allianz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Allianz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




