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Allianz: Gewinnziel gestrichen – Aktie dennoch im Aufwind?

Eine richtige Überraschung war es am Ende nicht mehr: Die Allianz hat ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr einkassiert. Europas größter Versicherungskonzern traut sich aktuell nicht zu, den Einfluss der Coronavirus-Pandemie auf das Geschäft zu beziffern. Bislang war man von einem operativen Ergebnis von 12 Milliarden Euro plus-minus 500 Millionen Euro ausgegangen. Die Coronakrise spiegelt sich dabei auch schon in den Q1-Zahlen wider. Nach vorläufigen Zahlen dürften das operative Ergebnis von zuvor 3 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro zurückgegangen sein. Für den Nettogewinn sieht die Allianz einen Wert von 1,4 Milliarden nach 2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Dennoch:

Auch hier dürfte der Markt sich weniger für die Vergangenheits-Zahlen interessieren, sondern vielmehr für die Frage, wann die Allianz wieder mit einer Belebung des Geschäftes rechnet. Der Versicherungskonzern hat hier schon eine Revision der Planungen in Aussicht gestellt. Dann wissen wir mehr. Grundsätzlich dürfte aber die Erholungstendenz in der Aktie kaum größeren Schaden nehmen, sondern im Gegenteil wohl in den kommenden Wochen und Monaten auch mit einer weiteren Normalisierung des öffentlichen Lebens fortgesetzt werden können. Insofern würden wir hier die Aktie in den nächsten Monaten eher wieder bei 200 Euro sehen und weniger einen erneuten schärferen Rückgang unter 150 Euro erwarten.

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