Allianz mit guten Zahlen und warmen Dividenden-Regen für die Aktionäre

Die Allianz legte für das Geschäftsjahr 2016 ordentliche Zahlen vor, aber vor allem dürfen sich die Aktionäre freuen, denn eine interne Regelung sorgt für einen warmen Geldregen in Milliardenhöhe.

Im abgelaufenen Jahr verdiente die Allianz auch dank geringerer Schäden für Katastrophen unterm Strich einen Nettogewinn von 6,9 Mrd. Euro und damit 4 % mehr als noch in 2015. Der operative Gewinn erhöhte sich ebenfalls um knapp 1 % auf 10,83 Mrd. Euro. Die Allianz selbst hatte 10,50 Mrd. Euro mit einer möglichen Abweichung von 500 Mio. Euro nach oben oder unten in Aussicht gestellt. Der Umsatz ging um gut 2 % auf 122,4 Mrd. Euro zurück.

Der operative Gewinn stieg im vierten Quartal deutlich stärker um 9,3 % auf 2,8 Mrd. Euro als im Gesamtjahr an. In diesem Bereich profitierte die Allianz besonders von einem starken Schaden- und Unfallgeschäft, da die Schadensbelastung vergleichsweise niedrig blieb. Der Nettogewinn kletterte im Schlussquartal um 23 % auf 1,7 Mrd. Euro.

Schaden-Kosten-Quote verbessert

Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich im Schlussquartal um 2,3 Punkte auf 94 % und im Gesamtjahr um 0,3 Punkte 94,3 %. Die Quote setzt Aufwendungen für Schäden und Verwaltung zu den eingenommenen Prämien ins Verhältnis. Je niedriger sie ist, desto profitabler arbeitet eine Versicherung. “Das Jahr 2016 bot reichlich an, teilweise unerfreulichen, Überraschungen, die unsere politische und wirtschaftliche Umwelt maßgeblich beeinträchtigen werden”, sagte der CEO, Oliver Bäte. “Dies erschwert Vorhersagen für 2017.” Hier hat sich der Vorstand erneut einen operativen Gewinn von 10,8 Mrd. Euro vorgenommen, wieder mit einer halben Milliarde Luft nach oben und unten.

Dividendenerhöhung für die Allianz-Aktionäre

Besonders können sich in diesem Jahr die Aktionäre freuen, denn für sie wird es einen warmen Geldregen geben. Ihre Dividende wird für das abgelaufene Jahr stärker als erwartet von 7,30 auf 7,60 Euro je Aktie ansteigen. Außerdem wird ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro aufgelegt.

Dieser Rückkauf ist die Folge einer Regelung, dass das aufgelaufene und nicht genutzte Akquisitionsbudget alle drei Jahre geprüft wird und an die Aktionäre zurück fließt. Die Allianz steckt jedes Jahr ein Viertel ihres Überschusses in dieses Übernahmebudget. Die erste 3-Jahres-Frist lief Ende 2016 ab und betrifft die Zahlungen seit 2014. Und da Chef Oliver Bäte in der Vergangenheit kein geeignetes Übernahmeziel gefunden hat und somit keinen anderen Versicherer schlucken konnte, tritt die Regelung nun in Kraft.

Doch diese noch vom früheren Vorstandschef Michael Diekmann eingeführte Regel hat Oliver Bäte nun wieder geändert. Die Allianz kündigte für die Zukunft ein vereinfachtes und damit flexibleres Kapitalmanagement an. Zwar soll auch weiterhin die Hälfte des auf die Anteilseigner entfallenden Jahresüberschusses als Dividende ausgeschüttet bzw. auf Vorjahresniveau gehalten werden, beim Budget für Akquisitionen will sich der Vorstand aber künftig mehr Spielraum einräumen.

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