Allianz Trade: Deutschland-Insolvenzen auf Acht-Jahres-Hoch

Allianz Trade prognostiziert sechs Prozent mehr Firmenpleiten weltweit. Besonders betroffen sind Bau, Handel und Industrie in Deutschland.

Die Kernpunkte:
  • Sechs Prozent mehr Insolvenzen erwartet
  • Deutschland: Höchster Stand seit 2012
  • 2,2 Millionen Jobs weltweit gefährdet
  • Allianz-Konzern mit Rekordgewinn 2025

Mehr Firmenpleiten, gefährdete Arbeitsplätze, steigende Ausfallrisiken — Allianz Trade malt ein düsteres Bild für die Weltwirtschaft. Die Kreditversicherungstochter der Allianz hat ihre Prognose für 2026 erneut nach oben korrigiert. Der Mutterkonzern selbst steht dabei auf solidem Fundament.

Mehr Pleiten, mehr Druck auf Jobs

Allianz Trade rechnet 2026 weltweit mit sechs Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen. Im Oktober 2025 lautete die Schätzung noch fünf Prozent. Treiber sind geopolitische Spannungen und anhaltende Handelskonflikte.

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Für Deutschland erwartet die Allianz-Tochter rund 24.650 Insolvenzen — etwa 800 mehr als im Vorjahr. Das wäre der höchste Stand seit 2012. Besonders unter Druck: das Baugewerbe, der Handel und das verarbeitende Gewerbe. Hohe Energiekosten und gestörte Lieferketten belasten vor allem Unternehmen mit geringer Preissetzungsmacht.

Die Folge: Weltweit könnten rund 2,2 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sein. Europa trägt mit 1,3 Millionen potenziell betroffenen Stellen die Hauptlast. In Deutschland stuft Allianz Trade das Risiko für rund 209.000 Jobs als hoch ein.

Konzern liefert — trotz trübem Umfeld

Für die Allianz als Gesamtkonzern zeichnet sich ein anderes Bild. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro. Die Solvency-II-Quote liegt bei 218 Prozent — ein komfortabler Puffer.

Goldman Sachs hat die Aktie zuletzt von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel auf 450 Euro angehoben. Der Kurs notiert aktuell bei 388 Euro — rund 1,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro. Im 30-Tage-Vergleich hat die Aktie knapp elf Prozent zugelegt.

Zwei Termine im Mai im Blick

Für Aktionäre werden die kommenden Wochen konkret:

  • 7. Mai 2026: Hauptversammlung mit dem Vorschlag einer Dividende von 17,10 Euro je Aktie
  • 13. Mai 2026: Veröffentlichung der Q1-Ergebnisse

Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro stützt den Kurs zusätzlich. Ob die steigenden Ausfallrisiken im Kreditversicherungsgeschäft durch höhere Nachfrage nach Absicherungsprodukten ausgeglichen werden, dürften die Q1-Zahlen am 13. Mai erstmals zeigen.

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