Almonty: 39% Umsatzwachstum trotz $102 Millionen Verlust
Almonty verzeichnet 39 Prozent mehr Umsatz, bilanziert aber einen Nettoverlust von 102 Millionen Dollar. Der operative Betrieb bleibt von der Buchungsanpassung unberührt.

- Quartalsumsatz steigt um 39 Prozent
- Nettoverlust durch Neubewertung von Derivaten
- Sangdong-Mine startet kommerziellen Betrieb
- Analysten sehen Potenzial trotz Kursrückgang
Starke Umsatzzahlen auf der einen Seite, ein dreistelliger Millionenverlust auf der anderen — Almonty Industries hat mit seinen Jahresergebnissen für Verwirrung gesorgt. Die Aktie verlor am Montag rund 5,4 Prozent auf etwa 20,75 US-Dollar, am Dienstag hielt der Druck an.
Was hinter dem Verlust steckt
Der Quartalsumsatz stieg im vierten Quartal 2025 um 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar — getrieben von einem deutlich höheren Spotpreis für Ammoniumparawolframat (APT), dessen rollierender Jahresdurchschnitt auf 2.250 US-Dollar je MTU kletterte. Auf den ersten Blick konterkariert wird das durch einen Nettoverlust von 102,3 Millionen US-Dollar im selben Quartal.
Das Management betont jedoch: Der Löwenanteil dieses Verlusts — 87,3 Millionen US-Dollar — entfällt auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung eingebetteter Derivatverbindlichkeiten. Ausgelöst wurde die Buchung durch den starken Kursanstieg der Almonty-Aktie im Jahr 2025. Auf Liquidität und operatives Geschäft hat die Anpassung keinen Einfluss.
Sangdong als strategischer Trumpf
Almonty ist kein gewöhnlicher Rohstoffproduzent. Die Sangdong-Mine in Südkorea soll nach Erreichen der Vollauslastung rund 40 Prozent des weltweiten Wolframbedarfs außerhalb Chinas decken. Phase 1 der Inbetriebnahme wurde Ende März 2026 abgeschlossen — der Übergang zu regulärem kommerziellem Betrieb hat begonnen.
Das Timing könnte kaum besser sein. Branchenberichte warnen vor einer möglichen Wolframknappheit ab Mitte 2026, befeuert durch einen Nachfrageschub aus der Halbleiterindustrie und geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Einige japanische Lieferanten von Wolframhexafluorid haben koreanische Chipkonzerne bereits auf mögliche Versorgungsengpässe hingewiesen.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz des Kursrücksetzers bleibt der Analystenkonsens klar positiv: Sieben Institute beobachten die Aktie, sechs davon mit „Kaufen“, eines mit „Halten“. Das Geschäftsjahr 2025 schloss Almonty mit einer Kassenposition von 268,4 Millionen US-Dollar ab — aufgebaut durch Kapitalerhöhungen an der Nasdaq. Diese Mittel finanzieren den weiteren Hochlauf in Sangdong und die geplante Wiederinbetriebnahme des Gentung-Projekts in Montana, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll.
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