Almonty Aktie: 1. Januar 2027 Beschaffungsverbot treibt Wolfram

US-Beschaffungsverbot für Wolfram aus China treibt Almonty-Aktie. Die Sangdong-Mine in Südkorea rückt als strategische Alternative in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt rund sechs Prozent zu
  • US-Verbot für Wolfram aus China
  • Sangdong-Mine als strategische Quelle
  • Produktionsstart nach 30 Jahren Pause

Almonty Industries bekommt Rückenwind aus einem Thema, das weit über den Rohstoffmarkt hinausreicht. Die USA suchen dringend nach sicheren Wolframquellen für ihre Rüstungs- und Industrieketten. Genau dort setzt die Story des Unternehmens an.

Die Aktie sprang am Dienstag um rund 6 Prozent an. Vom jüngsten technischen Unterstützungsbereich liegt das Plus bereits bei mehr als 23 Prozent. Das ist mehr als nur ein kurzer Chart-Impuls.

Washington sucht Wolfram außerhalb Chinas

Wolfram ist für die Verteidigungsindustrie schwer zu ersetzen. Das Metall steckt in Raketen, Kampfjets, panzerbrechender Munition und auch in Halbleiteranwendungen. Wer Zugriff auf verlässliche Mengen hat, gewinnt strategisch an Gewicht.

Der Engpass ist politisch brisant. China kontrolliert mehr als 80 Prozent der weltweiten Reserven und Produktion. Für westliche Rüstungsketten ist diese Abhängigkeit ein klarer Schwachpunkt.

Ab dem 1. Januar 2027 greift in den USA ein striktes Beschaffungsverbot für Wolfram aus sogenannten gedeckten Staaten. Dazu zählen China und Russland. US-Militärverträge dürfen dann kein Wolfram nutzen, das dort abgebaut, raffiniert oder geschmolzen wurde.

Die Folge: Lieferketten müssen sich neu sortieren. Für Anbieter außerhalb Chinas steigt damit die strategische Bedeutung deutlich.

Sangdong rückt ins Zentrum

Almontys wichtigste Karte ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Sie gilt als eines der größten und hochgradigsten Wolframvorkommen außerhalb Chinas. Im März feierte das Unternehmen den Abschluss der ersten Ausbauphase.

Damit kehrt Sangdong nach einer Pause von 30 Jahren in die Produktion zurück. Bei voller Auslastung soll die Mine rund 40 Prozent der globalen Wolframnachfrage außerhalb Chinas liefern können.

Almonty hat sich auch geografisch neu aufgestellt. Der Firmensitz wanderte von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Das bringt das Unternehmen näher an staatliche Partner und an das Gentung Tungsten Project in den USA.

Chart liefert den zweiten Impuls

Auch technisch hat sich das Bild aufgehellt. Nach dem Allzeithoch bei 24,41 Dollar am 17. April 2026 konsolidierte die Aktie. Nun verteidigte sie die untere Begrenzung eines aufwärtsgerichteten Trendkanals.

Dieser Trendkanal läuft bereits seit Anfang 2025. Käufer haben die Marke genutzt, um wieder stärker einzusteigen. Kein Wunder, dass der Kurs auf die geopolitische Wolfram-Story sensibel reagiert.

Der physische Markt sendet ebenfalls ein klares Signal. Ammoniumparawolframat, kurz APT, hat wegen struktureller Defizite deutlich angezogen. Almonty wechselt damit in einer starken Preisphase vom Projektentwickler zum Produzenten.

Der nächste Prüfstein liegt im Hochlauf von Sangdong. Gelingt der Schritt zur vollen kommerziellen Produktion planmäßig, bekommt die Aktie eine operative Basis für die geopolitische Fantasie. Ohne Fortschritte in der Mine bleibt der jüngste Kursschub vor allem eine Wette auf knapperes Wolfram.

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