Almonty Aktie: 10 Millionen Cashflow im Q1

Almonty Industries startet die Verarbeitung in der Sangdong-Mine und erzielt erstmals einen positiven operativen Cashflow.

Die Kernpunkte:
  • Erste Einnahmen aus Wolframproduktion
  • Operativer Cashflow dreht ins Plus
  • Aufnahme in Russell-Indizes erreicht
  • Neue Aktienausgabe sorgt für Skepsis

Jahrelang verschlang das Projekt hohe Summen. Nun liefert die Sangdong-Mine in Südkorea erste Ergebnisse. Almonty Industries wandelt gelagertes Wolframerz in echtes Geld um. Der Übergang vom teuren Aufbau zum lukrativen Betrieb läuft.

Vom tiefen Minus zum Cashflow

Der finanzielle Wendepunkt ist erreicht. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 25,4 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow drehte auf beachtliche 10 Millionen US-Dollar ins Plus.

Im Vorjahr sah das noch anders aus. Damals stand trotz 32,5 Millionen US-Dollar Umsatz ein tiefes Minus in den Büchern. Hohe Vorabkosten und teure Kredite belasteten die Bilanz schwer.

Im Juni 2026 startete die eigentliche Verarbeitung. Das Unternehmen füttert die neue Anlage nun mit zuvor abgebautem Erz. Daraus entsteht verkaufsfähiges Wolframkonzentrat.

Aufstieg in die Indizes

Im gleichen Schritt sichert sich das Unternehmen mehr Aufmerksamkeit bei großen Investoren. Almonty gehört fortan zum Russell 1000 Index sowie zum breiteren Russell 3000.

Dieser Aufstieg verbessert die Handelbarkeit der Papiere deutlich. Ferner hat der Vorstand das Managementteam verstärkt. Auch seinen Hauptsitz verlegte der Konzern.

Heiß gelaufen und korrigiert

An der Börse in Toronto bringt Almonty rund 6,3 Milliarden Kanadische Dollar auf die Waage. Diese hohe Bewertung macht die Papiere anfällig für Rückschläge.

Am Freitag schloss die Aktie bei 23,14 CAD. Auf Jahressicht glänzt der Wert mit einem Zuwachs von fast 246 Prozent.

Allerdings hat sich der rasante Aufstieg zuletzt verlangsamt. Vom Hoch aus dem April ist der Kurs gut 30 Prozent entfernt. Der RSI-Wert von 43,4 signalisiert aktuell eine neutrale technische Ausgangslage.

Verwässerung und operative Risiken

Der Weg zur dauerhaften Profitabilität birgt weiterhin Gefahren. Die reibungslose Verarbeitung des Erzlagers im Wert von 68 Millionen US-Dollar ist entscheidend. Jeder technische Ausfall würde den jungen Cashflow sofort abwürgen.

Kurz gesagt: ein Risiko.

Hinzu kommt ein weiteres Problem. Am 2. Juli 2026 gab das Unternehmen 145.000 neue Stammaktien aus. Eine spezielle Klausel nach australischem Recht erlaubt den direkten Weiterverkauf dieser Stücke.

Das weckt unter Anlegern die Angst vor einer weiteren Verwässerung.

Harte Realität statt Hoffnung

Die Geschichte von Almonty ändert sich gerade grundlegend. Das reine Versprechen der Entwicklung weicht der harten Realität der Produktion. Die annualisierte Schwankungsbreite bleibt mit fast 91 Prozent enorm hoch. In den kommenden Wochen werden frische Produktionsdaten aus Südkorea den Kursverlauf direkt bestimmen.

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