Almonty Aktie: 10,74-Prozent-Sturz auf 15,37 CAD
Almonty Industries vollzieht Delisting in Toronto und Sydney. Der Aktienkurs gerät unter Druck, während das operative Geschäft in Südkorea Fortschritte macht.

- Delisting von ASX und TSX
- Aktie fällt um über zehn Prozent
- Fokus auf Nasdaq und Frankfurt
- Sangdong-Mine startet Aufbereitung
Almonty Industries steht vor dem letzten Schritt eines lange geplanten Umbaus. Am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, informierte das Unternehmen australische Inhaber von CHESS Depositary Interests (CDIs) offiziell über das bevorstehende Delisting von der Australian Securities Exchange (ASX). Zeitgleich laufen an der Toronto Stock Exchange (TSX) die letzten Handelsstunden — der freiwillige Rückzug dort ist für Freitag, den 31. Juli 2026, zum Handelsschluss angesetzt.
Verkaufsdruck vor dem Strukturwandel
Der Kurs zeigt deutliche Nervosität. Zuletzt fiel die Aktie um 10,74 Prozent auf 15,37 kanadische Dollar. Institutionelle Fonds und börsengehandelte Produkte, die nur TSX- oder ASX-notierte Werte halten dürfen, verkaufen aus technischen Gründen — nicht wegen der operativen Entwicklung des Unternehmens.
Das Bild bestätigt sich im Chart. Mit einem RSI von 30,1 nähert sich die Aktie der überverkauften Zone, während der Kurs rund 20 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 19,23 kanadischen Dollar notiert. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 27,34 Prozent, verglichen mit dem 52-Wochen-Tief bleibt die Aktie sogar 238,55 Prozent im Plus.
Neue Heimat: Nasdaq und Frankfurt
Das Management begründet den Rückzug aus Toronto und Sydney mit Kosteneinsparungen. Doppelte Verwaltungs- und Compliance-Pflichten sollen entfallen. Künftig konzentriert Almonty seine Liquidität auf zwei Handelsplätze: den Nasdaq Capital Market unter dem Kürzel ALM und die Frankfurter Börse.
Für australische Anleger beginnt mit der Mitteilung vom 29. Juli eine einmonatige Übergangsfrist. Bis zum 28. August 2026 können sie ihre CDIs entweder verkaufen oder in Nasdaq-Aktien umwandeln. Das offizielle ASX-Delisting folgt zum 1. September 2026. Almonty betont, dass die meisten internationalen Broker den Wechsel auf die Nasdaq-Notierung ohne Positionsverlust ermöglichen.
Fortschritte in Sangdong
Während der Kurs unter dem Listungswechsel leidet, macht das operative Geschäft Fortschritte. Seit dem 1. Juli 2026 verarbeitet die Anlage an der Sangdong-Mine in Südkorea ein erstes Lager aus Rohgestein. Rund 139.700 Tonnen Fördermaterial mit einem geschätzten Bruttowert von etwa 68 Millionen US-Dollar durchlaufen derzeit die Aufbereitung.
Für die Umsatzstabilität sorgt ein erweiterter Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP). Die Laufzeit wuchs von 15 auf 21 Jahre, das Gesamtvolumen stieg um 40 Prozent. Der Vertrag deckt rund 90 Prozent der geplanten Phase-1-Produktion in Sangdong ab — einem der wichtigsten Wolfram-Standorte außerhalb Chinas.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich damit. Weg von der Auflösung kanadischer und australischer Positionen, hin zur Frage, wie stabil sich die Produktionsmengen in Südkorea in den kommenden Monaten entwickeln.
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