Almonty Aktie: 139.700 Tonnen Erz in Sangdong

Almonty verarbeitet erstmals Erz in Sangdong und meldet starkes Umsatzwachstum. Die Aktie fällt trotz positiver Geschäftsentwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Erste Verarbeitung in Sangdong-Mine
  • Umsatzplus von 221 Prozent
  • Operativer Cashflow wird positiv
  • Firmensitz in die USA verlegt

Fast 140.000 Tonnen Erz warten auf ihre Verarbeitung. Für Almonty Industries ist das mehr als eine Lagerbestandszahl – es ist der Beweis, dass die Sangdong-Mine in Südkorea vom Projekt zur laufenden Produktion wird. Am Montag hat der Konzern ein neues Betriebs- und Finanzupdate veröffentlicht, das genau diesen Übergang dokumentiert.

Sangdong läuft an, der Lagerbestand wächst

Seit dem 1. Juli 2026 speist Almonty gelagertes Rohererz durch die neu in Betrieb genommene Aufbereitungsanlage in Sangdong. Das ist der entscheidende Schritt vom Minenentwickler zum aktiven Wolfram-Produzenten.

Ende des ersten Quartals 2026 lag der Erzbestand bei rund 120.000 Tonnen. Der Abbau im zweiten Quartal brachte weitere 19.700 Tonnen hinzu. Insgesamt kommt Almonty damit auf etwa 139.700 Tonnen Erz mit einem Wolframtrioxid-Gehalt von 0,25 Prozent.

Diese Menge reicht für rund 2,6 Monate Versorgung der Phase-I-Verarbeitung. Zu aktuellen Marktpreisen entspricht das einem rechnerischen Bruttowert von etwa 68 Millionen Dollar – Material, das noch verarbeitet werden muss, aber bereits im Zulauf steckt.

Kurs fällt trotz starker Zahlen

Die Almonty-Aktie (NASDAQ: ALM) schloss am Montag bei 13,70 Dollar. Das bedeutet ein Tagesminus von 3,39 Prozent. Der Rückgang steht in deutlichem Kontrast zur finanziellen Entwicklung der ersten Jahreshälfte.

Im jüngsten Quartalsbericht meldete Almonty einen Umsatz von 25,4 Millionen Dollar. Das ist ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür sind Rekordpreise für Wolfram und eine starke Leistung der Panasqueira-Mine in Portugal.

Der operative Cashflow drehte ins Positive: 9,7 Millionen Dollar im ersten Quartal, nach minus 4,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Zum 31. März verfügte Almonty über eine Kassenposition von 259,9 Millionen Dollar. Gestützt wird diese Liquidität durch eine im Juni 2026 abgeschlossene, überzeichnete Wandelanleihe im Volumen von 700 Millionen Dollar.

Neue Zentrale, neue Nähe zum US-Verteidigungssektor

Im April 2026 verlegte Almonty seinen Firmensitz von Toronto nach Dillon, Montana. Der Schritt soll das Unternehmen näher an US-Verteidigungskunden und das eigene Gentung-Wolframprojekt in den USA bringen. Wolfram gilt als kritischer Rohstoff für Rüstungs- und Hochtechnologieanwendungen – die geografische Nähe zu Washington ist damit kein Zufall.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht. Analysten erwarten einen Gewinn von 0,10 Dollar pro Aktie und einen Umsatz von 52,66 Millionen Dollar – mehr als das Doppelte des Vorquartals. Entscheidend für den Rest des Jahres 2026 bleibt der Hochlauf auf die volle Phase-I-Kapazität in Sangdong, die einen erheblichen Teil der globalen Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken soll. Parallel dazu treibt Almonty die Entwicklung des benachbarten Sangdong-Molybdän-Projekts voran.

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