Almonty Aktie: 140.000 Tonnen Roherz in Produktion

Almonty Industries hat die Produktion in der Sangdong-Mine aufgenommen. Das Unternehmen profitiert von stark gestiegenen Wolframpreisen und der hohen Nachfrage nach westlichen Lieferquellen.

Die Kernpunkte:
  • Sangdong-Mine startet aktive Produktion
  • Umsatzsprung um 221 Prozent
  • US-Gesetz treibt Nachfrage nach Wolfram
  • Aktie zeigt sich stark trotz Marktturbulenzen

Die Sangdong-Mine in Südkorea wechselt vom Entwicklungsmodus in den aktiven Betrieb. Seit dem 1. Juli laufen die Verarbeitungsanlagen von Almonty Industries. Damit beginnt das Unternehmen offiziell mit der Produktion von Wolframkonzentrat. Der Zeitpunkt: optimal.

Volle Lager treffen auf Rekordpreise

Fast 140.000 Tonnen Roherz häufte das Management bis Ende Juni an. Nun wandert dieses Material in die neue Anlage. Der Abbau profitiert massiv vom aktuellen Marktumfeld. Die Preise verzehnfachten sich seit Anfang 2025.

Beim Ammoniumparawolframat stiegen die Notierungen extrem. Im Januar kostete eine Einheit noch rund 900 US-Dollar. Kurz darauf kletterte der Wert auf bis zu 1.900 US-Dollar. Das starke Umfeld beflügelte schon das erste Quartal.

Der Umsatz sprang um gut 221 Prozent nach oben. Almonty verbuchte Erlöse von 25,4 Millionen US-Dollar. Parallel dazu erwirtschaftete der Konzern 9,7 Millionen US-Dollar an operativem Cashflow. Die bestehende Panasqueira-Mine lieferte hierfür das Fundament.

Strategische Käufer positionieren sich

Ab sofort steuert die Sangdong-Mine frische Einnahmen bei. Die Nachfrage nach westlichen Lieferquellen wächst kontinuierlich. Die Plansee Group sicherte sich als größter Aktionär bereits langfristige Abnahmemengen. Der Vorproduzent stabilisiert damit seine eigenen Lieferketten.

Ein neues US-Gesetz verschärft den Engpass absehbar weiter. Ab 2027 greift die Vorschrift DFARS 252.225-7052. Sie verbietet chinesisches Wolfram in amerikanischen Militärgütern. Almonty rückt als alternativer Lieferant massiv in den Fokus.

Entkoppelt vom Markttrend

An der Börse zeigt die Aktie eine enorme Stärke. Seit Jahresbeginn verbuchte der Titel ein Plus von fast 82 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten stieg der Wert um 205 Prozent.

Südkoreas Leitindex KOSPI knickte Anfang Juli massiv ein. Almonty entzog sich diesem Abgabedruck fast vollständig. Das Papier schloss zuletzt stabil bei 21,85 Kanadischen Dollar. Damit liegt der Kurs rund 34 Prozent unter dem Jahreshoch.

Der Relative-Stärke-Index signalisiert bei 38,8 eine Annäherung an den überverkauften Bereich. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Die Aktie verteidigt ihre 200-Tage-Linie.

Die nächsten Monate erfordern eine reibungslose Skalierung der Anlage. Gelingt die kontinuierliche Produktion, greift das Unternehmen den Cashflow aus dem Hochpreisumfeld direkt ab. Mit dem US-Rüstungsbann ab 2027 steht der nächste Nachfragetreiber bereits fest im Kalender.

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