Almonty Aktie: 14,30 Dollar neues Intraday-Tief

Trotz Produktionsstart in der Sangdong-Mine und Indexaufnahme fällt die Aktie auf ein neues Tief. Eine Wandelanleihe belastet die Stimmung.

Die Kernpunkte:
  • Neues Kurs-Tief bei 14,30 Dollar
  • Produktionsstart in der Sangdong-Mine
  • Wandelanleihe sorgt für Verwässerungssorgen
  • Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Ein Bergbauunternehmen erreicht einen Meilenstein nach dem anderen. Der Aktienkurs fällt trotzdem auf ein neues Tief. Bei Almonty Industries klafft die operative Realität gerade weit auseinander von dem, was der Markt einpreist.

Neues Tief bestätigt Abwärtstrend

Am Mittwoch markierte die Aktie ein neues Intraday-Tief bei 14,30 US-Dollar. Damit setzt sich ein Abwärtstrend fort, der seit Mitte April läuft. Im April notierte die Aktie noch deutlich über 20 Dollar, das 52-Wochen-Hoch lag bei fast 24 Dollar.

Aktuell pendelt der Kurs zwischen 14 und 16 Dollar. Das ist ein steiler Rückgang vom Frühjahrshoch – und das, obwohl der Wolfram-Produzent operativ gerade liefert wie nie zuvor.

Sangdong läuft an, der Kurs fällt trotzdem

Seit dem 1. Juli 2026 verarbeitet Almonty Erz in seiner Sangdong-Mine in Südkorea. Das Projekt wechselt damit von der Entwicklungsphase in die tatsächliche Produktion von verkaufsfähigem Wolframkonzentrat. Für den Anlauf nutzt das Unternehmen einen Erzvorrat von 139.700 Tonnen.

Der Zeitpunkt könnte kaum besser passen. Die Wolframpreise sind hoch, westliche Abnehmer suchen aktiv nach Lieferanten außerhalb Chinas. Almonty positioniert sich genau in dieser Lücke als einer der wenigen westlichen Wolfram-Produzenten.

Kurz zuvor hatte das Unternehmen einen weiteren Fortschritt erreicht: die Aufnahme in den Russell 1000 Index und den breiter gefassten Russell 3000 Index, wirksam zum Handelsstart am 29. Juni 2026.

Wandelanleihe belastet die Stimmung

Der Grund für die Kursschwäche liegt vermutlich woanders – bei der Finanzierung. Im Juni hat Almonty eine Wandelanleihe über 700 Millionen Dollar platziert. Sie stärkt zwar die Bilanz, weckt aber gleichzeitig Sorgen vor einer Verwässerung der bestehenden Aktionäre.

Marktbeobachter sehen genau darin einen zentralen Treiber der jüngsten Kursbewegung. Hinzu kommt technischer Druck durch die Portfolio-Umschichtungen im Zuge der Russell-Index-Aufnahme. Zwei Faktoren also, die nichts mit dem operativen Geschäft zu tun haben – aber trotzdem auf den Kurs drücken.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Trotz der aktuellen Schwäche bleibt die Aktie im Jahresvergleich deutlich im Plus. Der Grund: die generelle Neubewertung durch steigende Wolframpreise und den Wandel vom Entwickler zum Produzenten.

Die Kursziele der Analysten liegen größtenteils über dem aktuellen Handelsniveau:

  • Eine Einstufung mit „Buy“ nennt ein Kursziel von 25,00 kanadischen Dollar.
  • Ein weiterer Konsensschätzwert liegt bei rund 19,88 US-Dollar.

Beide Ziele implizieren spürbares Aufwärtspotenzial – vorausgesetzt, der Anlauf in Sangdong verläuft wie geplant.

Im August legt Almonty die nächsten Quartalszahlen vor. Dann dürfte sich zeigen, wie schnell die Produktion in Sangdong von der Inbetriebnahme zum stabilen kommerziellen Ausstoß übergeht – und ob steigende Konzentrat-Lieferungen die hohen Wolframpreise tatsächlich in sichtbare Umsätze übersetzen. Auch zur Bilanzwirkung der Wandelanleihe dürfte es dann mehr Klarheit geben.

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