Almonty Aktie: 181,8-Millionen-Dollar-Gewinn

Almonty Industries verzeichnet ein explosives Umsatzwachstum und einen Nettogewinn, während Analysten ein hohes Kurspotenzial sehen. Der Wolfram-Produzent treibt zudem den Börsenumbau voran und erwartet einen Nachfrageschub.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz fast verfünffacht
  • Nettogewinn nach Verlust
  • Kursziel bei 25,30 US-Dollar
  • Börsenrückzug von TSX und ASX

Fast fünf Mal so viel Umsatz wie vor einem Jahr, ein Gewinn nach Verlust und Analysten, die im Schnitt fast 70 Prozent Kurspotenzial sehen. Bei Almonty Industries passt derzeit vieles zusammen. Der Wolfram-Produzent steht gleichzeitig vor einem Umbau seiner Börsennotierungen — und einem möglichen Nachfrageschub, den die eigene Führung selbst befeuert.

Analysten bleiben bei Strong Buy

Acht Analysten bewerten die Aktie aktuell mit „Strong Buy“. Das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel liegt bei rund 25,30 US-Dollar. Am 17. August 2026 notierte die Aktie bei 15,09 US-Dollar, nach einem Tageshoch von 15,47 US-Dollar. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 3,97 bis 24,41 US-Dollar — das aktuelle Kursziel würde damit sogar über das bisherige Jahreshoch hinausgehen.

CEO warnt vor knapper werdendem Angebot

Firmenchef Lewis Black äußerte sich am 16. August in einem Investoren-Newsletter zur Marktlage. Er verweist auf mehrere Faktoren, die das Wolfram-Angebot verknappen: strategische Lagerbestände und Engpässe in der Halbleiterproduktion. Seine Kernaussage: Nicht die Nachfrage, sondern die Verfügbarkeit werde den Markt in den kommenden Jahren bestimmen.

Diese Einschätzung fällt in eine Phase deutlich verbesserter Geschäftszahlen. Almonty meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 43,0 Millionen US-Dollar — fast fünfmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen drehte zudem von einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar auf einen Nettogewinn von 181,8 Millionen US-Dollar.

Das bereinigte EBITDA lag bei 17,6 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor stand hier noch ein Minus von 4,8 Millionen US-Dollar.

Börsenumbau steuert auf entscheidende Termine zu

Parallel zur operativen Entwicklung bündelt Almonty seine Börsennotierungen. Der Rückzug von der Toronto Stock Exchange (TSX) erfolgte bereits zum Handelsschluss am 31. Juli 2026. Als nächstes folgt das Delisting an der australischen Börse ASX, das für den 1. September 2026 erwartet wird.

Die dort gehandelten CHESS Depositary Interests (CDIs) werden bereits zum Handelsschluss am 28. August 2026 vom Handel ausgesetzt. Nach beiden Rückzügen bleibt die Aktie unter dem Kürzel „ALM“ an der Nasdaq notiert, zusätzlich läuft der Handel unter „ALI1“ an der Frankfurter Börse weiter.

Das Management begründet den Schritt mit der Liquiditätslage. Der Großteil des täglichen Handelsvolumens findet demnach längst an der Nasdaq statt, während TSX und ASX deutlich an Bedeutung verloren haben. Zum 14. Juli 2026 machten die australischen CDIs nur noch rund 0,80 Prozent der ausgegebenen Aktien aus.

Die eigentliche Wachstumsstory steht noch aus

Die starken Quartalszahlen stammen fast ausschließlich aus der bestehenden Mine Panasqueira in Europa. Die südkoreanische Anlage Sangdong, Almontys strategisches Flaggschiff-Projekt, befand sich zum Quartalsende noch in der Inbetriebnahme- und Hochlaufphase. Ihr Beitrag zum Umsatz fehlt in den aktuellen Zahlen noch komplett.

Genau darin liegt der Hebel für die kommenden Quartale. Sobald Sangdong die volle Kapazität erreicht, soll die Anlage jährlich rund 640.000 Tonnen Erz verarbeiten. Eine bereits genehmigte Phase-II-Erweiterung könnte die Kapazität später auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigern.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie schnell sich der Sangdong-Hochlauf tatsächlich in Umsatzzahlen niederschlägt. Bis zum ASX-Delisting am 1. September bleiben nur noch wenige Handelstage. Parallel dürfte die jüngste Wandelanleihe-Emission weiter Thema bei Analysten bleiben, wenn es um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens geht.

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