Almonty Aktie: 181,8 Millionen Gewinn im Q2

Almonty meldet dank Neubewertungen und Wolfram-Rekordpreisen einen Nettogewinn von 181,8 Mio. Dollar. Die Sangdong-Mine treibt das Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn von 181,8 Mio. Dollar
  • Umsatz steigt um 498 Prozent
  • Sangdong-Mine in kommerzieller Produktion
  • Abnahmevertrag mit GTP verlängert

Almonty Industries hat für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 181,8 Millionen US-Dollar ausgewiesen – im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 58,2 Millionen Dollar in den Büchern. Der Umsatz kletterte um 498 Prozent auf 43 Millionen Dollar. Der Sprung markiert den bislang deutlichsten Beleg dafür, dass die Sangdong-Wolframmine in Südkorea vom Ramp-up in die kommerzielle Produktion übergegangen ist.

Neubewertungsgewinne treiben das Ergebnis

Der größte Teil des Nettogewinns stammt nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus nicht zahlungswirksamen Neubewertungsgewinnen von rund 173,1 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 17,6 Millionen Dollar, nach minus 4,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das verwässerte Ergebnis je Aktie erreichte 0,62 Dollar, verglichen mit minus 0,30 Dollar ein Jahr zuvor.

Anleger sollten die Kennzahlen differenziert lesen: Der operative Fortschritt ist real, doch der Gewinnsprung ist zu einem großen Teil bilanzieller Natur.

Zum Vergleich: Im ersten Quartal hatte Almonty noch einen Verlust je Aktie von 0,02 Dollar bei einem Umsatz von 25,40 Millionen Dollar ausgewiesen – und damit die Konsensschätzung von 22,99 Millionen Dollar übertroffen. Der nun vorgelegte Umsatz von 43 Millionen Dollar für das zweite Quartal liegt innerhalb der von Analysten vor der Veröffentlichung erwarteten Spanne von 35 bis 50 Millionen Dollar.

Sangdong als Wachstumstreiber

Die Sangdong-Mine produziert seit Ende Juni und befindet sich nach Unternehmensangaben in der frühen kommerziellen Produktionsphase. Das Projekt gilt als Kernstück der Almonty-Strategie, da Wolframpreise zuletzt auf Rekordniveau notierten und China rund 80 Prozent der globalen Produktion kontrolliert – eine geopolitische Ausgangslage, die westliche Förderprojekte wie Sangdong aufwertet.

Zusätzlichen Rückenwind liefert ein verlängerter Abnahmevertrag mit GTP: Die Laufzeit wurde auf 21 Jahre ausgedehnt, das jährliche Umsatzpotenzial daraus beziffert das Unternehmen bei aktuellen Preisen auf rund 490 Millionen Dollar. Ergänzend verwies das Unternehmen auf das portugiesische Panasqueira-Geschäft, dessen Umsatz im ersten Quartal um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar zulegte, bei einem EBITDA von 6,1 Millionen Dollar.

Finanzierung und Marktbewertung

Almonty hat sich zudem eine Wandelschuldverschreibung über 800 Millionen US-Dollar mit einem Zinssatz von 2,25 Prozent und Laufzeit bis 2031 gesichert. Die Barposition wird mit rund 1,2 Milliarden kanadischen Dollar zum 30. Juni angegeben. Diese Kriegskasse soll den weiteren Ausbau der Fördertätigkeit absichern, wirft am Markt aber zugleich die Frage nach künftiger Verwässerung auf.

Der Kapitalmarkt beobachtet die Aktie derzeit auch wegen einer auffälligen Short-Position: Mitte Juli lag der Anteil leerverkaufter Aktien bei rund 6,6 Prozent des Streubesitzes, was etwa 19 Millionen Aktien entspricht. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 16 bis 22 Dollar, während die Aktie zuletzt bei 13,70 Dollar notierte – eine Differenz, die angesichts der Short-Quote Spekulationen über eine mögliche Short-Squeeze-Dynamik befeuert. Der nächste Quartalsbericht ist für den 17. August terminiert.

Anzeige

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty