Almonty Aktie: 181,8 Millionen Gewinn statt 58,2 Millionen Verlust
Almonty meldet Rekordumsatz und Gewinnsprung im Q2 2026. Steigende Wolframpreise und neue Exportregeln stärken die Marktposition des Minenbetreibers.

- Umsatzsprung auf 43 Millionen CAD
- Gewinnwende nach Nettoverlust
- Wolframpreis steigt um 622 Prozent
- Aktienrückkauf über 300 Millionen USD
Almonty Industries liefert operative Beweise für die Wolfram-Story, die den Kurs seit Monaten treibt. Im zweiten Quartal 2026 sprang der Umsatz auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, gegenüber 7,2 Millionen im Vorjahresquartal.
Aus einem Nettoverlust von 58,2 Millionen Dollar wurde ein Gewinn von 181,8 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA drehte von minus 4,8 Millionen auf plus 17,6 Millionen Dollar.
Der Sprung fällt in eine Phase, in der der Wolframpreis zwischen Januar 2025 und April 2026 laut Internationaler Energieagentur um 622 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig verschärfen die USA ihre Exportkontrollen: Ab dem 27. August müssen 100 Prozent des heimischen Wolframschrotts an inländische Käufer gehen. Für Almonty, dessen Sangdong-Mine in Südkorea seit Juli 2026 in Betrieb ist, verbessert das die Preissetzungsmacht zusätzlich.
Bilanz und Finanzierung stehen breiter
Almonty schloss zudem eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar ab und verfügt nun über Barmittel von 1,2 Milliarden kanadischen Dollar. Der Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders wurde um sechs Jahre verlängert, die Liefermengen steigen um 40 Prozent, die Preise um 6,3 Prozent. Vor über einem Monat hatte das Unternehmen bereits einen Kredit der KfW vollständig zurückgezahlt, seither hat die Aktie um 31,8 Prozent zugelegt.
Diese finanzielle Basis erklärt auch den Rückenwind für das am Montag beschlossene Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen US-Dollar, mit dem bis zu 14,4 Millionen Aktien binnen 36 Monaten zurückgekauft werden sollen. Seit der Ankündigung hat die Aktie um 3,6 Prozent zugelegt. Sie steht damit im Kontext einer Story, die durch die operativen Fortschritte in Sangdong getragen wird, nicht nur durch die Kapitalmaßnahme selbst.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Der globale Wolframmarkt soll laut einer Branchenprognose von 6,66 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr auf 9,62 Milliarden US-Dollar bis 2030 wachsen, eine jährliche Wachstumsrate von 9,6 Prozent.
Vor diesem Hintergrund bewerten Analysten die Almonty-Aktie überwiegend positiv: DA Davidson nennt ein Kursziel von 33 US-Dollar mit Einstufung „Buy“, Oppenheimer sieht 25 US-Dollar bei „Outperform“. Der Analystenkonsens liegt bei rund 27 US-Dollar und signalisiert deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber den aktuellen Notierungen.
An der Börse spiegelt sich die Dynamik in den Kennzahlen wider: Mit 16,15 Euro notiert die Aktie 22 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 13,26 Euro, bleibt aber noch 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 20,61 Euro.
Der Rekordhochlauf bei Sangdong und die verbesserte Preissituation für Wolfram liefern die fundamentale Grundlage für die Erwartungshaltung der Analysten – die Kapitalmarktreaktion folgt den operativen Fortschritten, nicht umgekehrt.
Die Kombination aus anziehenden Wolframpreisen, einer hochgefahrenen Sangdong-Mine und einer soliden Kapitaldecke stützt den positiven Analystenausblick. Anleger werden in den kommenden Quartalen beobachten, ob sich der Umsatzsprung aus dem zweiten Quartal fortsetzt, sobald die Mine ihre volle Kapazität erreicht.
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