Almonty Aktie: 181,8 Millionen Nettogewinn im Q2

Almonty startet kommerzielle Wolframproduktion in Südkorea, meldet Rekordquartal und erhält deutliche Aufstockungen institutioneller Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Bank of America erhöht Anteil massiv
  • Kommerzielle Produktion in Sangdong gestartet
  • Umsatzsprung um 498 Prozent im Q2
  • US-Exportverbot für Wolframschrott angekündigt

Während Almonty Industries operativ von Meilenstein zu Meilenstein eilt, zeigt sich auch bei institutionellen Investoren wachsendes Interesse. Bank of America hat ihre Beteiligung am Wolframproduzenten im ersten Quartal 2026 um 309,6 Prozent ausgebaut und hält nun 908.911 Aktien. Auch Cooper Creek Partners Management und Encompass Capital Advisors haben ihre Positionen deutlich erhöht, um 110,4 beziehungsweise 47,9 Prozent.

Die Aufstockungen fallen in eine Phase, in der sich das operative Bild bei Almonty grundlegend verändert hat. Am 1. Juli nahm das Unternehmen den Durchsatzbetrieb der Verarbeitungsanlage an der Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon offiziell auf – der Übergang zur kommerziellen Produktion von verkaufsfähigem Wolframkonzentrat ist damit vollzogen. Für ein Unternehmen, das sich lange in der Bau- und Entwicklungsphase befand, markiert das den entscheidenden Schritt zum operativen Produzenten.

Kapitalbasis und Rückkaufprogramm als Vertrauenssignal

Almonty verfügt über eine außergewöhnlich komfortable Kapitalausstattung. Zum 30. Juni 2026 verzeichnete das Unternehmen eine Barposition von 1,23 Milliarden US-Dollar, die maßgeblich aus einer Anfang Juni abgeschlossenen, überzeichneten Anleiheplatzierung über 800 Millionen US-Dollar stammt.

Vor diesem Hintergrund erscheint das kürzlich beschlossene Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar, das rund 5 Prozent der ausstehenden Aktien umfassen und von Ende August bis 2029 laufen soll, weniger als Notmaßnahme denn als Ausdruck finanzieller Stärke.

Diese Stärke spiegelt sich auch in den jüngsten Quartalszahlen wider. Für das zweite Quartal 2026 meldete Almonty einen Umsatzsprung von 498 Prozent auf 43,0 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn drehte von einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar auf einen Gewinn von 181,8 Millionen US-Dollar, das bereinigte EBITDA erreichte 17,6 Millionen US-Dollar.

Regulatorisches Umfeld begünstigt Wolframproduzenten

Parallel zum operativen Hochlauf verändert sich das regulatorische Umfeld für Wolfram zugunsten heimischer beziehungsweise westlich orientierter Produzenten.

Das US-Handelsministerium kündigte am Donnerstag ein einjähriges Exportverbot für wolframhaltigen Schrott und sogenannte „Black Mass“ aus Lithium-Ionen-Batterien an, das ab dem 27. August greifen soll. Ziel der Maßnahme ist die Stärkung heimischer Lieferketten bei kritischen Mineralien – ein Umfeld, das Produzenten außerhalb Chinas strukturell begünstigt.

Almonty hat zudem seine Listing-Struktur neu ausgerichtet: Das Unternehmen kündigte an, seine Aktien freiwillig von der australischen Börse ASX sowie der Toronto Stock Exchange zu delisten und das Primärlisting auf die NASDAQ zu konzentrieren. Diese Bündelung soll die Liquidität am wichtigsten Handelsplatz erhöhen und dürfte institutionellen US-Investoren den Zugang erleichtern.

Auch die langfristige Abnahmeseite wurde gestärkt: Mitte Juli verlängerte Almonty seinen Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders um sechs Jahre auf insgesamt 21 Jahre und erhöhte die kontrahierten Phase-I-Volumina um 40 Prozent.

In Kombination mit der Aufnahme in die Russell-1000- und Russell-3000-Indizes Ende Juni ergibt sich ein Bild eines Unternehmens, das den Sprung vom Explorer zum etablierten Produzenten mit breiter institutioneller Sichtbarkeit vollzieht.

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