Almonty Aktie: 245 Prozent in zwölf Monaten
Almonty Industries startet Produktion in der Sangdong-Mine und wird in Russell-Indizes aufgenommen. Die Aktie verzeichnet deutliche Kursgewinne.

- Kursplus von über acht Prozent
- Aufnahme in Russell-Indizes
- Produktionsstart in Sangdong-Mine
- Fokus auf hochgradige Main Vein
Ein südkoreanisches Bergwerk verändert gerade die Wahrnehmung von Almonty Industries an der Börse. Aus dem Entwickler wird ein aktiver Produzent – und der Markt honoriert das mit einem kräftigen Kurssprung.
Die Aktie des Wolframproduzenten legte am Dienstag um 8,29 Prozent zu und schloss bei 21,15 kanadischen Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von 75,23 Prozent zu Buche. Über zwölf Monate hat sich der Kurs sogar um 245,02 Prozent vervielfacht.
Aufnahme in Russell-Indizes bringt neue Investoren
Anfang Juli 2026 nahm der Indexanbieter Almonty in den Russell 1000® und den breiter gefassten Russell 3000® auf. Beide Indizes bilden US-Standardwerte ab. Für ein Unternehmen, das noch vor kurzem als reiner Projektentwickler galt, ist das ein bemerkenswerter Sprung.
Die Aufnahme dürfte die Liquidität der Aktie erhöht und neue institutionelle Käufer angezogen haben. Parallel dazu bündelt Almonty seinen Handel zunehmend an der Nasdaq Capital Market, wo das Papier unter dem Kürzel ALM notiert.
Sangdong-Mine startet Produktion
Der eigentliche Werttreiber liegt aber nicht im Indexgeschäft, sondern unter Tage. Am 1. Juli 2026 nahm Almonty die Verarbeitung in der Sangdong-Mine in Südkorea auf. Die Anlage befindet sich nun in der Hochlaufphase für verkaufsfähiges Wolframkonzentrat.
Zum Start dieser Phase verfügte Almonty über einen Erzvorrat von rund 139.700 Tonnen. Dieser Bestand, der auch Abbauerz aus dem zweiten Quartal 2026 enthält, weist einen durchschnittlichen Wolframtrioxid-Gehalt von etwa 0,25 Prozent auf. Zu aktuellen Marktpreisen entspricht das einem Wert von rund 68 Millionen US-Dollar – genug, um die Phase-I-Anlage etwa 2,6 Monate lang zu versorgen.
Hochgradige Ader rückt in den Fokus
Im zweiten Quartal trieb Almonty den Untertageausbau um 214,6 Meter voran. Im Zentrum stand dabei die sogenannte Main Vein, eine besonders wolframreiche Ader. Das Management erwartet, dass die anfänglich niedriggradige Erzzufuhr während der Inbetriebnahme schrittweise durch hochwertigeres Material ersetzt wird, sobald die Anlage ihre volle Phase-I-Kapazität erreicht.
Sangdong zählt zu den größten Wolframvorkommen außerhalb Chinas. Das macht die Mine zu einem strategisch wichtigen Lieferanten für Rüstungs-, Luftfahrt- und Halbleiterindustrie – Branchen, die zunehmend auf Alternativen zu chinesischen Rohstoffquellen setzen.
Trotz der jüngsten Rally notiert die Aktie noch 36,58 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 33,35 kanadischen Dollar aus dem April 2026. Der Abstand zum bisherigen Höchststand zeigt: Der Markt hat die volle Produktionsphase in Sangdong offenbar noch nicht eingepreist. Ob die höhergradige Main-Vein-Förderung in den kommenden Monaten für neue Impulse sorgt, dürfte sich mit den nächsten Produktionsberichten zeigen.
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