Almonty Aktie: 300-Millionen-Rückkauf genehmigt

Almonty verzeichnet Umsatzsprung von 498 Prozent und startet Aktienrückkauf über 300 Millionen US-Dollar. Die Sangdong-Mine soll den nächsten Schub liefern.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum von fast 500 Prozent
  • Rückkaufprogramm über 300 Millionen Dollar
  • Handelsvolumen deutlich über Durchschnitt
  • Sangdong-Mine treibt zukünftige Erwartungen

Ein Umsatzsprung von fast 500 Prozent, ein Aktienrückkauf über 300 Millionen US-Dollar und ein Handelsvolumen weit über dem Durchschnitt: Bei Almonty Industries verdichten sich derzeit gleich mehrere starke Signale. Die Aktie des Wolfram-Produzenten gehört diese Woche zu den meistgehandelten Werten im Rohstoffsektor an der Nasdaq.

Kurs zieht deutlich an

Am 20. August bewegte sich die Almonty-Aktie zwischen 15,75 und 17,80 US-Dollar. Zum Handelsende stand der Kurs bei 17,59 US-Dollar, nur 1,2 Prozent unter dem Tageshoch.

Damit erreicht das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 5,1 Milliarden US-Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 57,89 — ein Wert, der hohe Wachstumserwartungen widerspiegelt.

Das Handelsvolumen kletterte auf 10,48 Millionen Aktien. Der Durchschnitt liegt bei 7,24 Millionen. Der Ausschlag zeigt: Das Interesse der Investoren hat spürbar zugenommen. Binnen zwölf Monaten schwankte die Aktie zwischen 3,97 und 24,41 US-Dollar — die aktuelle Rally bewegt sich damit im oberen Bereich dieser Spanne.

Rückkauf und Rekordquartal treiben den Kurs

Der Kursanstieg folgt auf eine Serie von Unternehmensmeldungen im August. Am 17. August genehmigte der Verwaltungsrat ein neues Rückkaufprogramm. Almonty darf bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen — rund fünf Prozent der ausstehenden Anteile.

Das Programm läuft über 36 Monate, vom 24. August 2026 bis zum 24. August 2029. Insgesamt darf das Unternehmen bis zu 300 Millionen US-Dollar dafür einsetzen. Almonty begründet den Schritt mit einer Lücke zwischen Aktienkurs und dem tatsächlichen Wert seiner Wolfram-Assets — insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden ersten Erlöse aus der Sangdong-Mine.

Kurz zuvor hatte das Unternehmen bereits mit Quartalszahlen überrascht. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 um 498 Prozent auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, nach 7,2 Millionen im Vorjahresquartal. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 bedeutet das ein Plus von 69 Prozent.

Der Treiber dahinter: der Wolfram-Preis. Der durchschnittliche europäische APT-Preis kletterte von rund 453 US-Dollar je MTU auf etwa 3.075 US-Dollar. Das ist mehr als eine Versechsfachung innerhalb eines Jahres.

Auch operativ hat sich die Lage gedreht. Der operative Cashflow lag im ersten Halbjahr 2026 bei 31,6 Millionen kanadischen Dollar, nach einem Abfluss von 14,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. Nach einer Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar wuchs die Barreserve zum 30. Juni auf rund 1,23 Milliarden kanadische Dollar.

Sangdong-Mine bleibt der eigentliche Hebel

Bemerkenswert: Der Umsatzsprung im zweiten Quartal stammt vor allem aus der Panasqueira-Mine. Die Sangdong-Mine in Südkorea befand sich zum Quartalsende noch in der Inbetriebnahme- und Hochlaufphase. Ihr Beitrag zum Ergebnis fehlt in den aktuellen Zahlen also noch komplett.

Der Markt preist diesen Beitrag bereits für die kommenden Quartale ein. Almonty hat zudem eine zentrale Abnahmevereinbarung nachverhandelt. Die Laufzeit verlängert sich um sechs Jahre, das kontrahierte Volumen steigt um 40 Prozent. Die Preiskonditionen verbessern sich um etwa 6,3 Prozent zugunsten des Unternehmens.

Parallel dazu räumt Almonty seine Börsennotierungen auf. Die Aktie verschwindet zum 1. September von der australischen Börse ASX. Die dortigen CHESS-Hinterlegungsscheine werden bereits am 28. August ausgesetzt. Gehandelt wird die Aktie danach nur noch an der Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ und an der Frankfurter Börse unter „ALI1“.

Ausblick

Rückkaufprogramm, erfolgreiche Anleihe und der fortschreitende Hochlauf von Sangdong ergeben zusammen ein Bild: Investoren begleiten den Übergang von Almonty vom Entwicklungsunternehmen zum vollwertigen Wolfram-Produzenten sehr genau. Ob sich die aktuelle Kursdynamik hält, entscheidet sich in den kommenden Quartalen — dann, wenn Sangdongs Produktion erstmals vollständig in den Umsatzzahlen sichtbar wird.

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