Almonty Aktie: 300-Millionen-Rückkauf über 36 Monate

Almonty Industries kündigt Aktienrückkauf über 300 Mio. USD an, nachdem der Umsatz im Q2 um 498% stieg und der Nettogewinn 181,8 Mio. USD erreichte.

Die Kernpunkte:
  • Rückkauf von 14,4 Mio. Aktien geplant
  • Umsatz steigt um 498 Prozent
  • Nettogewinn von 181,8 Mio. USD
  • Wolframpreise erreichen Rekordniveau

Almonty Industries hat am Montag ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Der Wolfram-Produzent will bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Das entspricht rund 5 Prozent aller ausstehenden Anteile, Stand 14. August 2026.

Drei Jahre Zeit, 300 Millionen Dollar Budget

Der Vorstand hat ein Volumen von bis zu 300 Millionen US-Dollar genehmigt. Das Programm läuft über 36 Monate, vom 24. August 2026 bis zum 24. August 2029.

Almonty kann die Käufe über die Nasdaq und alternative Handelsplätze abwickeln, zu jeweils aktuellen Marktpreisen. Für Zeiträume, in denen Insider nicht handeln dürfen, plant das Unternehmen automatisierte 10b5-1-Handelspläne zu nutzen.

Management sieht Aktie unterbewertet

Lewis Black, Chairman, President und CEO von Almonty, begründet den Rückkauf mit einer Fehlbewertung am Markt. Der aktuelle Aktienkurs spiegle den wahren Wert der Unternehmensvermögen nicht wider, so das Management. Besonders die Wolframmine Sangdong in Südkorea nähert sich schrittweise ihrer vollen Kapazität.

Marktbeobachter werten den Rückkauf als Vertrauenssignal in die langfristige Kassenlage und Bilanzstärke des Unternehmens. Voraus ging eine Phase wichtiger operativer Fortschritte. Im Juli 2026 startete Almonty die Verarbeitung am Standort Sangdong.

Umsatz verfünffacht sich

Der Rückkauf folgt auf ein außergewöhnlich starkes zweites Quartal. Der Umsatz stieg um 498 Prozent auf 43,0 Millionen US-Dollar, verglichen mit 7,2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Aus einem Nettoverlust von 58,2 Millionen US-Dollar wurde ein Nettogewinn von 181,8 Millionen US-Dollar.

Die Kassenreserve des Unternehmens erreichte zum 30. Juni 2026 rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Getragen wurde der Umschwung vor allem von Rekordpreisen für Wolfram. Der europäische Durchschnittspreis für Ammoniumparawolframat (APT) kletterte im zweiten Quartal auf 3.075 US-Dollar je MTU — im Vorjahr lag er noch bei 453 US-Dollar.

Wolfram als strategischer Rohstoff

Almonty baut derzeit eine westlich ausgerichtete Wolfram-Plattform auf, parallel zu einer weltweit angespannten Angebotslage. Neben der Mine in Sangdong betreibt das Unternehmen die Panasqueira-Mine in Portugal und entwickelt weitere Projekte in Spanien und den USA.

Das Management verweist auf strukturelle Angebotsengpässe als Haupttreiber der Branche — von der Nachfrage der Halbleiterindustrie bis zu strategischen Verteidigungsreserven. Als Nicht-chinesischer Produzent konfliktfreien Wolframs positioniert sich Almonty gezielt für westliche Rüstungsbeschaffung und Initiativen zur Absicherung von Lieferketten.

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