Almonty Aktie: 545 Prozent YTD trotz 4,7-Prozent-Rücksetzer
Gewinnmitnahmen drücken Almonty-Aktie nach starkem Jahreslauf. Operativer Fortschritt in der Sangdong-Mine bestätigt, Analysten optimistisch.

- Aktie fällt nach Gewinnmitnahmen
- Umsatz steigt um 221 Prozent
- Sangdong-Mine als strategischer Hebel
- Analysten erhöhen Kursziele
Starke Zahlen, strategischer Rückenwind, fallender Kurs: Bei Almonty Industries prallen derzeit zwei Kräfte aufeinander. Der Wolfram-Produzent liefert operative Fortschritte und rückt stärker ins Blickfeld institutioneller Investoren. Nach der steilen Rally nehmen Marktteilnehmer aber Gewinne mit.
Gewinnmitnahmen nach dem Lauf
Am Freitag schloss die Aktie bei 24,02 CAD, ein Tagesminus von 4,68 Prozent. Auf Wochensicht steht damit ein Rückgang von 10,64 Prozent. Der Abverkauf folgte auf mehrere starke Handelstage, in denen die jüngsten Quartalszahlen zunächst klar positiv aufgenommen wurden.
Der Rücksetzer relativiert sich nur auf den ersten Blick. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs nahezu verdoppelt, über ein Jahr liegt das Plus bei 545,70 Prozent. Eine annualisierte Volatilität von 97,20 Prozent zeigt, wie schnell Stimmungswechsel hier durchschlagen.
Wolfram wird strategischer
Den größeren Rahmen liefert die Rohstoffstory. CEO Lewis Black präsentierte Almonty auf der BofA Securities Global Metals, Mining & Steel Conference und stellte dort vor allem westliche Wolfram-Lieferketten in den Mittelpunkt. Genau dieses Thema gewinnt an Gewicht, weil China den Export von Wolfram beschränkt und geopolitische Spannungen die Versorgungssicherheit stärker in den Vordergrund rücken.
Für Almonty ist die Sangdong-Mine in Südkorea der zentrale Hebel. Der Hochlauf begann im März 2026. Das Management sieht das Projekt langfristig als wichtigen Baustein der Wolframproduktion außerhalb Chinas, besonders für Verteidigung, Hochtechnologie und industrielle Anwendungen.
Quartalszahlen liefern Substanz
Die Zahlen zum ersten Quartal stützen diese Erzählung. Sie zeigen starkes Wachstum, aber noch kein sauberes Nettoergebnis.
- Umsatz: 25,4 Millionen Dollar, ein Anstieg um 221 Prozent.
- Operativer Cashflow: 9,7 Millionen Dollar nach negativem Vorjahreswert.
- Bereinigtes EBITDA: 6,1 Millionen Dollar.
- Nettoverlust: 5,3 Millionen Dollar, belastet durch nicht zahlungswirksame Effekte und unrealisierte Währungsverluste.
Damit verschiebt sich die Debatte. Es geht nicht mehr nur um das Potenzial der Mine, sondern zunehmend um die Frage, wie schnell Almonty daraus belastbare Produktion, Cashflow und Margen macht. Genau dort liegt auch der Grund, warum positive Nachrichten nach einer massiven Kursrally nicht automatisch weiter steigende Kurse auslösen.
Mehrere Analysten haben ihre Einschätzungen nach den Zahlen angehoben oder bekräftigt. BofA Securities erhöhte das Kursziel auf 23 Dollar, D.A. Davidson liegt bei 25 Dollar, A.G.P. bei 26,25 Dollar. Als Treiber nennen sie vor allem die erfolgreiche Inbetriebnahme der ersten Sangdong-Ausbaustufe und hohe Preise für Wolfram-APT.
Der nächste konkrete Taktgeber sind Produktionsdaten aus dem weiteren Sangdong-Hochlauf im kommenden Quartal. Ein sauberer Ausbau würde die starke Umsatzdynamik operativ untermauern; Verzögerungen könnten nach der Rally rasch neue Gewinnmitnahmen auslösen. Bis dahin bleibt Almonty ein Titel, bei dem strategische Rohstofffantasie und hohe Kurserwartungen eng beieinanderliegen.
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