Almonty Aktie: 593 Prozent in zwölf Monaten

Almonty Industries wird Ende Juni in die Russell-Indizes aufgenommen. Indexfonds müssen dann Aktien kaufen. Die Wolfram-Aktie legte in zwölf Monaten 593 Prozent zu.

Die Kernpunkte:
  • Aufnahme in Russell 1000 und 3000
  • Passive Fonds müssen Aktien erwerben
  • Wolframproduzent mit 593 Prozent Jahresplus
  • Sangdong-Mine in Südkorea naht Produktion

Almonty Industries steht vor einem Einschnitt, der die Aktionärsstruktur grundlegend verändern dürfte. Der Wolframproduzent wird Ende Juni in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen — und das zwingt Indexfonds weltweit zum Kauf.

Pflichtbeschaffung durch ETFs

Die Aufnahme wird zum Handelsstart am 29. Juni 2026 wirksam. Ab diesem Moment müssen alle Fonds, die den Russell 1000 oder Russell 3000 abbilden, Almonty-Aktien kaufen. Das ist kein freiwilliger Schritt — es ist passive Pflichtbeschaffung. Die Grundlage bildet die Marktkapitalisierung zum Stichtag 30. April 2026. Wer den Russell 3000 schafft, landet automatisch auch im Large-Cap-Index Russell 1000.

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Die Kursperformance der vergangenen zwölf Monate spricht für sich. Die Aktie legte in diesem Zeitraum rund 593 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 127 Prozent zu Buche. Zuletzt schloss das Papier bei 27,34 CAD — rund 69 Prozent oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Der RSI liegt bei 85, was auf eine deutlich überkaufte Lage hinweist.

Sangdong und die Westbindung

Hinter den Kursbewegungen steckt mehr als Indexspekulation. Almonty entwickelt mit der Sangdong-Mine in Südkorea eine der weltgrößten Hochgrad-Wolfram-Lagerstätten. Wolfram ist ein kritischer Rohstoff — unverzichtbar für die Rüstungsindustrie und Hochtechnologie. Die Mine befindet sich im Übergang zur Produktion.

CEO Lewis Black verlegte den Firmensitz im April 2026 von Toronto nach Dillon, Montana. Das Signal ist klar: Almonty positioniert sich als westlicher Lieferant für einen Rohstoff, den China bislang dominiert.

Konsolidierung vor dem Ereignis

Trotz des starken Trends zeigt die Aktie kurzfristig Schwäche. Am Freitag verlor das Papier 4,44 Prozent. Auf deutschen Handelsplätzen schloss die Aktie bei rund 16,95 EUR — knapp unter dem kurzfristigen 38-Tage-Durchschnitt. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt davon unberührt.

Bis zum 29. Juni bleiben knapp vier Wochen. Institutionelle Investoren, die sich vor der Pflichtbeschaffung positionieren wollen, haben ein enges Zeitfenster.

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