Almonty Aktie: 800-Millionen-Deal für Sangdong

Almonty treibt Wolfram-Mine in Südkorea voran. Trotz massivem Kursplus und Finanzierungserfolg bleiben operative Risiken und Verluste bestehen.

Die Kernpunkte:
  • Wandelanleihen über 800 Millionen platziert
  • Sangdong-Mine soll 1,2 Mio. Tonnen fördern
  • Aktie seit Jahresbeginn um 124% gestiegen
  • Operativer Verlust von 132 Mio. CAD

Almonty Industries treibt sein wichtigstes Vorhaben voran. Das Sangdong-Projekt in Südkorea nimmt Form an. Das Unternehmen hat Wandelanleihen im Wert von 800 Millionen US-Dollar platziert. Die Nachfrage überstieg das Angebot deutlich.

Mit dem frischen Kapital baut Almonty die Mine aus. Das Ziel: eine Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr. Jüngste Bohrungen bestätigen die historischen Erzgehalte. Das stützt die aktuelle Marktkapitalisierung von 4,68 Milliarden Euro.

Die entscheidende Frage

Gelingt der Sprung vom defizitären Entwickler zum profitablen Großproduzenten? Der Zeitplan ist eng. Nur wenn Almonty pünktlich liefert, schließt sich die Lücke zwischen Aktienkurs und theoretischem fairen Wert.

Das bullische Szenario

Optimisten verweisen auf die massive Kursdynamik. Seit Jahresbeginn legte das Papier um 124 Prozent zu. Auf Sicht von zwölf Monaten steht sogar ein Plus von 460 Prozent. Die Finanzierung für Phase 1 steht.

Das beweist das starke institutionelle Interesse an Molybdän und Wolfram. Analystenmodelle sehen weiteres Potenzial. Simply Wall St berechnet den fairen Wert in einem DCF-Modell auf 57,50 CAD. Aktuell notiert die Aktie bei knapp 27 CAD.

Das bärische Szenario

Kritiker blicken auf die schwachen Finanzen. Almonty verbuchte zuletzt einen Verlust von rund 132 Millionen CAD. Dem standen Einnahmen von lediglich 50 Millionen CAD gegenüber. Das Unternehmen wird voraussichtlich erst in drei Jahren Gewinne schreiben.

Bis dahin droht eine kapitalintensive Durststrecke. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 97 Prozent. Das macht die Aktie anfällig für scharfe Korrekturen. Derzeit notiert der Kurs rund 19 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD.

Das ehrgeizige Produktionsziel verzeiht obendrein keine operativen Verzögerungen. Solche Rückschläge sind beim Hochfahren großer Minen keine Seltenheit. Metallurgische Probleme können den Zeitplan schnell gefährden.

Ausblick und nächste Katalysatoren

Kurzfristig kämpft die Aktie mit dem 50-Tage-Durchschnitt bei 27,25 CAD. Ein Sprung über den Widerstand bei 27,50 CAD eröffnet den Weg nach oben. Ein technisches Kursziel von 35 CAD rückt dann in greifbare Nähe.

Scheitert der Ausbruch, droht ein Rücksetzer. Ein Test der 200-Tage-Linie bei 17,70 CAD ist ein realistisches Szenario. Das gilt besonders, wenn die Stimmung für Industriemetalle am breiten Markt abkühlt.

Im weiteren Jahresverlauf 2026 stehen wichtige Termine an. Neue Bohrergebnisse und Fortschrittsberichte zum Bau der Phase 1 liefern die nächsten Impulse. Parallel entscheidet die globale Molybdän-Nachfrage über die langfristige Rentabilität.

Anzeige

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 23. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty