Almonty Aktie: 90 Prozent der Produktion vertraglich gebunden

Ein Abnahmevertrag für Haldenmaterial ergänzt Almontys Produktionsstart; mehr als 90 Prozent der Sangdong-Produktion aus Phase I sind vertraglich gebunden.

Die Kernpunkte:
  • Vertrag umfasst rund 1.720 Tonnen Wolframtrioxid
  • Haldenmaterial stammt aus der Mine Los Santos
  • Über 90 Prozent der Phase-I-Produktion gebunden
  • Aktie steigt heute um 13 Prozent

Wie stellt sich Almonty Industries nach den jüngsten Produktionsschritten auf dem weltweiten Wolframmarkt auf? Neben dem Ausbau der Förderkapazitäten setzt das Unternehmen auf die Absicherung fester Lieferströme.

Mit einem mehrjährigen Abnahmevertrag mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG zur Verwertung von Haldenrückständen der Mine Los Santos untermauert der Rohstoffkonzern seine Vertriebsbasis. An der Börse notiert die Aktie heute bei 12,24 Euro, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht.

Die Vereinbarung mit der Sandvik-Tochter ist als sogenannter Take-or-pay-Vertrag ausgestaltet. Sie umfasst eine Mindestmenge von rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid. Das Material stammt aus der Wiederaufbereitung historischer Haldenrückstände der spanischen Abbaustätte Los Santos. Für Almonty bedeutet die Zusage planbare Einnahmen aus bereits gelagerten Beständen, ohne dass dafür neue Förderkapazitäten erschlossen werden müssen.

Globale Projekte und vertragliche Bindung

Die Liefervereinbarung ergänzt die operative Expansion des Konzerns. Vor gut einer Woche startete Almonty die kommerzielle Wolframproduktion. Für die südkoreanische Sangdong-Mine lagen zuvor bereits finale Inspektionszertifikate für die Verarbeitungs- und Zerkleinerungsanlagen vor, die den kommerziellen Betrieb sowie den Verkauf von Wolframkonzentrat autorisieren. Nach Unternehmensangaben sind über 90 Prozent der Produktion aus Phase I über bestehende Verträge fest gebunden.

Vor über einem Monat schloss das Unternehmen zudem ein Abkommen mit Ruanda über ein Wolfram-Joint-Venture. Im Rahmen dieser Partnerschaft hält Ruanda 25 Prozent an Almonty Rwanda, während Almonty mit 75 Prozent die Mehrheit besitzt. Im Gegenzug brachte Ruanda die Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Erzverarbeitung in die Gesellschaft ein.

Geteilte Einschätzungen am Markt

Der Handelsverlauf zeigt ein uneinheitliches Bild. Zwar legte der Titel am heutigen Handelstag deutlich zu, über einen Zeitraum von 30 Tagen steht jedoch ein Minus von 22 Prozent zu Buche. Marktteilnehmer wägen die Fortschritte bei den Abnahmeverträgen und der Produktion nun gegen die allgemeinen Entwicklungen im Rohstoffsektor ab.

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