Almonty Aktie: 9,7 Prozent Plus vor Quartalsbericht
Almonty-Aktie legt vor dem Bericht um zehn Prozent zu. Der Wolfram-Produzent strafft Listings und startet die Produktion in Südkorea.

- Kursplus von zehn Prozent
- Delisting an ASX und TSX
- Produktionsstart in Sangdong
- Umsatzwachstum von 221 Prozent
Fast zehn Prozent Plus an einem einzigen Handelstag — kurz vor dem Quartalsbericht. Bei Almonty Industries positionieren sich Anleger derzeit sichtbar neu, und die Kursbewegung fällt in eine Phase voller struktureller Umbauten beim Wolfram-Produzenten.
Volatiler Handelstag vor dem Bericht
Am 8. August 2026 schwankte die Almonty-Aktie zwischen 13,07 und 14,38 US-Dollar. Zum Handelsende stand die Aktie bei 14,36 US-Dollar, fast zehn Prozent über dem Tagestief.
Das Handelsvolumen lag bei 9,33 Millionen Aktien. Der Durchschnitt der vergangenen Wochen liegt bei 8,05 Millionen. Über die letzten 52 Wochen schwankte der Kurs zwischen 3,97 und 24,41 US-Dollar — die Aktie bleibt damit ein Papier mit ausgeprägten Ausschlägen.
Der aktuelle Kursanstieg fällt zeitlich mit dem nächsten Quartalsbericht zusammen. Verschiedene Finanzplattformen nennen den 10. August 2026 als wahrscheinliches Berichtsdatum, auch wenn sich die Angaben je Anbieter leicht unterscheiden.
Neue Aktienpläne kurz vor dem Bericht
Am 7. August 2026 reichte Almonty bei der US-Börsenaufsicht SEC eine Änderung zu einem Form-S-8-Dokument ein. Die Mitteilung beschreibt Anpassungen an der Aktienvergütung des Unternehmens.
Konkret geht es um den vierten überarbeiteten Aktienoptionsplan und den überarbeiteten Plan für Restricted Share Units. Der Vorstand hatte beide Pläne am 4. August 2026 beschlossen. Als Firmensitz nennt die Einreichung eine Adresse in Dillon, Montana — Ausdruck der verlagerten Unternehmensbasis.
Börsenlistings werden gestrafft
Neben dem operativen Umbau treibt Almonty auch die Vereinfachung seiner Börsennotierungen voran. Die australische Börse ASX hat dem freiwilligen Delisting zugestimmt.
Der Handel mit CDI-Anteilen endet am 28. August 2026, das Delisting wird zum 1. September 2026 wirksam. Als Grund nennt Almonty die im Vergleich zur Nasdaq niedrigen und rückläufigen Handelsvolumina in Australien. Bereits zum 31. Juli 2026 hatte das Unternehmen sein Listing an der Toronto Stock Exchange beendet.
Nach dem Rückzug aus Toronto konzentriert sich der Handel nun auf zwei Börsenplätze. Die Aktie bleibt an der Nasdaq und in Frankfurt notiert — die Liquidität soll sich damit stärker auf den US-Markt bündeln.
Sangdong-Mine treibt operativen Wandel
Der Kursanstieg fällt in eine Phase, in der Almonty den Sprung von der Minenentwicklung zur echten Produktion vollzieht. Im Juli hatte das Unternehmen den Start der Verarbeitung in der Sangdong-Mine in Südkorea bekanntgegeben. Damit verkauft Almonty erstmals fertiges Wolframkonzentrat.
Zum Ende des ersten Quartals 2026 lagerten rund 120.000 Tonnen Erz mit einem Wolframtrioxid-Gehalt von 0,24 Prozent. Im zweiten Quartal kamen weitere 19.700 Tonnen mit einem Gehalt von 0,35 Prozent hinzu. Der gesamte Erzbestand vor der Anlageninbetriebnahme liegt damit bei etwa 139.700 Tonnen, bei einem gemischten Gehalt von rund 0,25 Prozent.
Auch die Rohstoffpreise stützen das Geschäft. Ammoniumparawolframat (APT) wird derzeit mit 3.000 bis 3.200 US-Dollar pro Metric Ton Unit WO₃ bewertet, cif Rotterdam und Baltimore — die Preise blieben in den vergangenen Wochen weitgehend stabil. Analysten gehen davon aus, dass Chinas Doppelverwendungspolitik für Wolfram unverändert bleibt. Der Rohstoffmangel im Westen dürfte damit mittel- bis langfristig bestehen bleiben und die Preise stützen.
Blick auf den Quartalsbericht
Nach dem deutlichen Rückgang von den Höchstständen Anfang 2026 richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die anstehenden Zahlen. Im ersten Quartal hatte Almonty bereits einen operativen Wandel gezeigt: Der Umsatz stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen US-Dollar, getrieben von Rekordpreisen für Wolfram.
Das bereinigte EBITDA lag bei 6,1 Millionen US-Dollar — nach einem Verlust von 2,4 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Ob sich die Rally vom Freitag im kommenden Bericht bestätigt, dürfte maßgeblich von den Produktionsfortschritten in Sangdong abhängen sowie von weiterer Klarheit zur neu gestrafften Börsenstruktur um die Nasdaq.
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