Almonty Aktie: ASX-Delisting zum 1. September 2026

Almonty Industries verlässt auch die australische Börse. Der Wolfram-Produzent konzentriert sich künftig auf Nasdaq und Frankfurt.

Die Kernpunkte:
  • Rückzug von der ASX genehmigt
  • Handel in Toronto endet im Juli
  • CDIs werden Ende August ausgesetzt
  • Fokus auf Nasdaq und Frankfurt

Almonty Industries verlässt die australische Börse. Es ist der zweite Rückzug innerhalb weniger Tage. Erst vor Kurzem hatte der Wolfram-Produzent den Abschied von der Torontoer Börse angekündigt.

Die australische Börsenaufsicht ASX hat dem Rückzug jetzt offiziell zugestimmt. Grundlage ist Regel 17.11 des ASX-Regelwerks. Am Mittwoch war der Handel mit Almonty-Papieren an der ASX zunächst ausgesetzt worden.

Zwei Delistings, ein Fahrplan

Die Timeline ist eng getaktet. Am 31. Juli 2026 endet der Handel in Toronto, diese Entscheidung hatte Almonty bereits am 20. Juli an die ASX gemeldet. In Australien folgt der nächste Schritt kurz danach.

Die sogenannten CHESS Depositary Interests, kurz CDIs, werden am 28. August zum Handelsschluss ausgesetzt. Das eigentliche Delisting greift dann zum 1. September 2026. Nach diesem Datum bleibt der Handel nur noch an der Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ sowie an der Frankfurter Börse möglich.

Warum Australien nicht mehr lohnt

Der Grund für den Rückzug ist unspektakulär: zu wenig Handelsvolumen. Australische Anteilseigner halten mittlerweile nur noch 0,80 Prozent aller ausstehenden Aktien. Almonty begründet den Schritt mit hohen Verwaltungskosten, die durch die dünne Liquidität nicht mehr zu rechtfertigen seien.

Für Inhaber von CDIs bedeutet das konkreten Handlungsbedarf. Wer seine Anteile in reguläre Aktien umwandeln will, muss ein Formular zur Löschung der CDIs ausfüllen und an den australischen Registrierdienstleister Computershare schicken. Alternativ können Anleger ihre CDIs bis zum Aussetzungstermin über einen Broker an der ASX verkaufen.

Wer nichts unternimmt, landet automatisch in einer freiwilligen Verkaufsfazilität. Die betroffenen Anteile werden dann in Form von Aktien an der Nasdaq verkauft, der Erlös in australischen oder neuseeländischen Dollar ausgezahlt.

Kurs unter Druck, Jahresbilanz bleibt stark

Die Doppelmeldung zu den Delistings trifft auf einen Kurs, der sich gerade erst von seinem Rekordhoch löst. In Toronto schloss die Aktie zuletzt bei 19,91 kanadischen Dollar, ein Minus von 1,04 Prozent auf Tagessicht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 33,35 Kanada-Dollar aus dem April trennen das Papier inzwischen gut 40 Prozent.

Der Blick auf die vergangenen Monate zeigt allerdings eine andere Geschichte. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 65 Prozent zu Buche. Die jüngste Korrektur von rund 15 Prozent im laufenden Monat wirkt vor diesem Hintergrund wie eine Verschnaufpause nach einem steilen Anstieg, nicht wie ein Trendbruch.

Konzentration auf Nasdaq und Frankfurt

Der Rückzug aus Toronto und Sydney ist kein Zufall, sondern folgt einer klaren Logik. Almonty bündelt sein Streubesitz künftig auf die Nasdaq, wohin sich der Großteil des Handelsvolumens ohnehin bereits verlagert hat. Die Frankfurter Notierung bleibt als zweiter Handelsplatz erhalten.

Im Hintergrund treibt das Unternehmen den Ausbau seiner Sangdong-Mine in Südkorea voran. Das Projekt soll Almonty zu einem der wichtigen Wolfram-Lieferanten außerhalb Chinas machen. Die schlankere Börsenstruktur soll diesen Fokus unterstützen, statt Kapazitäten in wenig gehandelten Nebenlistings zu binden.

Ab dem 1. September ist die Konsolidierung abgeschlossen. Wie sich die geringere Zahl an Handelsplätzen auf Liquidität und Kursschwankungen der Aktie auswirkt, wird sich in den Wochen danach zeigen.

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