Almonty Aktie: Aufnahme in Russell 1000
Almonty Industries steht kurz vor dem Aufstieg in zwei US-Indizes, während eine globale Halbleiterkrise die Nachfrage nach Wolfram massiv steigert.

- Aufnahme in Russell-Indizes am 29. Juni
- Globale Halbleiterkrise treibt Wolframpreise
- Produktionsupdate zur Sangdong-Mine erwartet
- Umsatzverdreifachung im ersten Quartal 2026
Sechs Tage vor einem wichtigen Meilenstein steigt die Spannung. Almonty Industries steht vor der Aufnahme in zwei große US-Indizes. Parallel dazu eskaliert eine globale Versorgungskrise bei Halbleitern. Der Wolfram-Produzent rückt damit in eine strategische Schlüsselposition.
Index-Aufstieg zwingt zum Kauf
Am 29. Juni rückt Almonty in den Russell 1000 und den Russell 3000 auf. Ab diesem Datum müssen Indexfonds und ETFs die Aktie in ihre Portfolios aufnehmen.
Historisch sorgt diese Phase für hohes Handelsvolumen. Fondsmanager positionieren sich im Vorfeld. Das Management erhofft sich durch den Aufstieg und den neuen US-Hauptsitz eine breitere Aktionärsbasis.
Halbleiter-Lieferkette unter Druck
Der Index-Aufstieg fällt mit einem akuten Engpass in der Chip-Produktion zusammen. Zwei japanische Zulieferer stellen ihre Produktion ab dem 1. Juli 2026 dauerhaft ein. Kanto Denka Kogyo und Central Glass deckten bisher ein Viertel der weltweiten Kapazität ab. Es fehlt an hochreinem Wolframpulver aus China.
Wolframhexafluorid ist für moderne Chips unverzichtbar. Im April 2026 stieg der chinesische Exportpreis auf knapp 150 US-Dollar pro Kilogramm. Das entspricht einem massiven monatlichen Preissprung. Die globale Versorgungslücke wächst auf 2.000 Tonnen pro Jahr.
Ein schneller Ersatz ist unmöglich. Neue Lieferanten brauchen bis zu 18 Monate für die Zertifizierung. Chip-Giganten wie Samsung und TSMC suchen händeringend nach Alternativen.
Produktion und Pentagon-Frist
Noch in dieser Woche plant Almonty ein Update zur Produktion. Im Fokus steht der Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea. Auch das dortige Molybdän-Bohrprogramm liefert Ergebnisse. Ein Abnahmevertrag mit dem Industriekonzern SeAH sichert bereits den Absatz.
Ein weiterer Faktor erhöht den Druck. Ab Januar 2027 darf das US-Militär kein chinesisches Wolfram mehr kaufen. Die Folge: heimische Quellen werden wichtiger. Almonty besitzt das Gentung-Projekt in Montana. Dort könnte die Produktion Ende 2026 anlaufen.
Starkes Quartal stützt den Kurs
Die finanzielle Basis für diese Pläne steht. Im Auftaktquartal 2026 verdreifachte Almonty den Umsatz auf 25,4 Millionen Kanadische Dollar. Das bereinigte EBITDA drehte deutlich ins Plus. Ende März lagen die Barreserven bei komfortablen 260 Millionen Dollar.
Am Dienstag notierte die Aktie bei 26,28 Kanadischen Dollar. Damit rutschte der Kurs leicht unter die 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein sattes Plus von 118 Prozent auf der Anzeigetafel.
Die nächsten Tage bringen Klarheit. Das anstehende Produktionsupdate liefert frische operative Daten. Am 29. Juni folgt dann die verbindliche Indexaufnahme. Diese Kombination aus Nachrichtenfluss und Kaufzwang der Fonds definiert die kurzfristige Richtung.
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