Almonty Aktie: Behördliche Zertifikate für Sangdong erhalten
Almonty Industries darf Wolframkonzentrat aus Sangdong nun verkaufen. Die Aktie stieg um 4,7 Prozent, während der Hochlauf weiter im Fokus bleibt.

- Sangdong erhält letzte Betriebsgenehmigungen
- Aktie steigt um 4,7 Prozent
- 21-jähriger Abnahmevertrag sichert Absatz
- Hochlauf der Mine bleibt entscheidend
Mit dem Erhalt der letzten behördlichen Betriebszertifikate hat Almonty Industries den Übergang zur vollen kommerziellen Produktion in Südkorea vollzogen.
Die am 17. September ausgestellten Prüfbescheinigungen für die Aufbereitungs- und Brechanlagen der Sangdong-Mine im Landkreis Yeongwol markieren den formalen Abschluss der Inbetriebnahme von Phase I. Das Bergbauunternehmen ist damit autorisiert, verkaufsfähiges Wolframkonzentrat sowohl für den südkoreanischen Heimatmarkt als auch für den internationalen Export auszuliefern und abzurechnen.
An den Finanzmärkten sorgte die Freigabe für Zuspruch: Die Aktie legte heute um 4,7 Prozent auf 12,61 Euro zu.
Produktion läuft hoch
Das gebrochene Erz wird bereits seit Juni durch die neuen Aufbereitungsanlagen geschleust. Mit den nun vorliegenden behördlichen Inspektionsbescheinigungen sind sämtliche formellen Voraussetzungen für den regulären Verkaufsbetrieb erfüllt.
Die operative Inbetriebnahme erfolgt vor dem Hintergrund spürbarer Verwerfungen an den Rohstoffmärkten. Wie Chairman und CEO Lewis Black hervorhob, notieren die internationalen Wolframpreise auf historischen Höchstständen. Gleichzeitig gewinnt die geografische Diversifizierung der Lieferketten an Bedeutung, da westliche Industriestaaten ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen reduzieren wollen.
Absatz über Jahrzehnte vertraglich gebunden
Die Vermarktung der künftigen Fördermengen steht auf einem langfristigen Fundament. Almonty hatte den Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders aus der österreichischen Plansee-Gruppe vor über einem Monat auf eine Laufzeit von 21 Jahren ab der ersten Lieferung angepasst. Die Vereinbarung umfasst ein Gesamtvolumen von 4.410.000 MTU Wolframkonzentrat bei einer Mindestabnahme von 210.000 MTU pro Jahr nach Abschluss der Hochlaufphase.
Durch diesen Kontrakt sind mehr als 90 Prozent der gesamten Phase-I-Produktion von Sangdong fest vergeben. Neben der langfristigen Planungssicherheit profitiert das Vorhaben von verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen: Ab Januar 2027 verlangen die Beschaffungsrichtlinien des US-Verteidigungsministeriums für strategische Metalle einen lückenlosen Herkunftsnachweis bis zur jeweiligen Förderstätte.
Fokus richtet sich auf operative Umsetzung
Trotz des regulatorischen Meilensteins bleibt der zügige Hochlauf der Mine die entscheidende Bewährungsprobe für das Management. Der Übergang vom Testbetrieb in die kontinuierliche Ausbeute birgt verfahrenstechnische Herausforderungen bei der Erzverarbeitung, die sich direkt auf die künftige Liquiditätsentwicklung auswirken. Nach einem Zuwachs von 59 Prozent seit Jahresanfang wird der Kapitalmarkt das Tempo der ersten kommerziellen Lieferungen nun genau beobachten.
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