Almonty Aktie: Börsenrückzug auf Nasdaq und Frankfurt
Almonty verlässt Toronto und Sydney, konzentriert sich auf Nasdaq und Frankfurt. Starke Q2-Margen und hohe Kursziele stützen die US-Strategie.

- Rückzug von Toronto und Sydney
- Fokus auf Nasdaq und Frankfurt
- Hauptsitz nach Montana verlegt
- Starke Margen dank hoher Wolframpreise
Almonty Industries zieht sich von zwei Börsenplätzen zurück und bündelt seine Kräfte auf zwei andere. Der Wolfram-Produzent verlässt Toronto und bald auch Sydney. Stattdessen setzt das Unternehmen künftig voll auf die Nasdaq und Frankfurt.
Am Freitag, den 14. August 2026, veröffentlichte Diamond Equity Research eine neue Einschätzung zu Almonty. Anlass war der kürzlich abgeschlossene Umzug der Firmenzentrale nach Dillon, Montana.
Weniger Börsen, mehr Fokus
Almonty räumt auf. Der Wolfram-Konzern will seine Notierungen straffen, um Kosten zu senken und den Handel zu konzentrieren. Am 31. Juli 2026 verließ das Unternehmen freiwillig die Toronto Stock Exchange.
Als nächstes folgt der Ausstieg aus Australien. Der Handel mit den CHESS Depositary Interests soll am 28. August 2026 ausgesetzt werden. Das offizielle Delisting von der ASX ist für den 1. September 2026 angesetzt.
Nach diesem Schritt bleiben nur noch zwei Handelsplätze übrig: die Nasdaq und die Frankfurter Börse.
Der Umzug nach Montana
Almonty positioniert sich als Wolfram-Lieferant für westliche Märkte. Passend dazu hat der Konzern seinen globalen Hauptsitz von Toronto nach Montana verlegt. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Ende Juni 2026 wurde Almonty in den Russell 1000 und den breiter gefassten Russell 3000 aufgenommen.
Diamond Equity Research sieht in der US-zentrierten Strategie einen klaren Zweck. Sie soll die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren erhöhen und den Zugang für US-Anleger erleichtern. Rückenwind gibt dabei die Bilanz: Zum Ende des zweiten Quartals verfügte Almonty über eine Kassenposition von 1,2 Milliarden kanadischen Dollar.
Starke Margen, hohe Kursziele
Die operative Entwicklung stützt die Strategie. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Almonty eine Bruttomarge im Bergbaugeschäft von 60,7 Prozent. Getragen wurde dieser Wert von steigenden Wolframpreisen — der europäische APT-Durchschnittspreis kletterte im Quartal auf rund 3.075 US-Dollar pro MTU.
Die Analystenstimmung bleibt konstruktiv. Der Marktkonsens lautet weiterhin „Kaufen“, die Kursziele liegen zwischen 27 und 33 US-Dollar. Das deutet auf deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs hin.
Charttechnik zum Wochenschluss
Die Almonty-Aktie schloss die Handelswoche am Freitag bei 15,09 US-Dollar. Damit hat sich das Papier klar von der Verkaufswelle erholt, die während der letzten TSX-Handelswochen im Juli einsetzte.
Die technischen Marken im Überblick:
- Unterstützung: rund 13,50 US-Dollar — dort stabilisierte sich der Kurs bereits früher im Monat
- Widerstand: das 52-Wochen-Hoch bei 24,41 US-Dollar
- Trend: Die Aktie notiert über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, gestützt von den starken Q2-Zahlen und einer erweiterten Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders
Im Zentrum der weiteren Entwicklung steht die Sangdong-Mine in Südkorea. Die Anlage nahm am 1. Juli 2026 den Verarbeitungsbetrieb auf. Ziel der ersten Ausbauphase ist ein jährlicher Erzdurchsatz von 640.000 Tonnen.
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