Almonty Aktie: D.A. Davidson erhöht Ziel auf 33 US-Dollar
Almonty Industries verzeichnet starken Kursanstieg dank Wolfram-Boom und positiver Analystenstimmen. Die Sangdong-Mine startet die Produktion, während das Unternehmen seine Börsennotierung strafft.

- Aktie steigt um 9,53 Prozent
- Sangdong-Mine startet Produktion
- D.A. Davidson erhöht Kursziel auf 33 Dollar
- Umsatz wächst um 498 Prozent
Almonty Industries hat den Sprung geschafft. Vom Bergbau-Projekt zum produzierenden Wolfram-Förderer. Die Börse honoriert das gerade mit einer der stärksten Kursbewegungen des Jahres.
Die Aktie kletterte am Wochenende um 9,53 Prozent und setzte damit ihren Aufwärtstrend fort. Binnen weniger Handelstage ging es von rund 13 auf über 15 US-Dollar nach oben, mit deutlichen Ausschlägen im Tagesverlauf. Marktbeobachter werten die Bewegung nicht als kurzfristigen Ausreißer, sondern als strukturelle Neubewertung: Die Sangdong-Mine wechselt vom Entwicklungs- in den Verarbeitungsbetrieb.
Charttechnisch rückt jetzt der Widerstand bei 15,50 bis 16,00 US-Dollar in den Fokus. Für die kommenden sechs bis zwölf Monate nennen Händler eine Zielzone von 18 bis 20 US-Dollar.
Analysten erhöhen die Kursziele weiter
D.A. Davidson bestätigte sein Kaufvotum und ein Kursziel von 33 US-Dollar. Auslöser war eine erweiterte Abnahmevereinbarung des Unternehmens. Erst wenige Wochen zuvor hatte die Bank ihr Ziel von 25 auf 33 US-Dollar angehoben.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits 159 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn waren es 67 Prozent. Die jüngste Anhebung folgte auf einen virtuellen Roadshow-Termin mit Firmenchef Lewis Black. Analyst Matt Summerville von D.A. Davidson nannte nach dem Gespräch mehrere Gründe für seine positive Einschätzung: Fortschritte bei Sangdong, eine mögliche Kooperation mit der US-Regierung, eine solide Bilanz und Rekordpreise für Wolfram.
Die Zahlen des zweiten Quartals 2026 stützen diese Einschätzung. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 498 Prozent auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, nach 7,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Sprung geht vor allem auf hohe Wolframpreise zurück, noch bevor die Produktion bei Sangdong richtig hochgefahren ist.
Rückzug von der ASX besiegelt Listing-Straffung
Parallel zur Kursrally treibt Almonty den Rückzug von einer dritten Börse voran. Der Handel der australischen Hinterlegungsscheine endet am 28. August 2026, das offizielle Delisting von der ASX folgt zum 1. September 2026. Danach bleibt die Aktie an der Nasdaq unter dem Kürzel „ALM“ sowie an der Frankfurter Börse unter „ALI1“ notiert.
Das Management begründet den Schritt mit der Liquiditätsverteilung. Der Großteil des täglichen Handelsvolumens läuft mittlerweile über die Nasdaq, während Toronto und Sydney spürbar an Bedeutung verloren haben.
Bewertung bleibt anspruchsvoll
Trotz der guten Nachrichtenlage bleibt ein Spannungsfeld bestehen. Almonty entwickelt sich von der Story-Aktie zum operativen Produzenten – die Bilanz zeigt aber weiterhin negative Profitabilität. Hohe Erwartungen sind bereits in den Kurs eingepreist.
Für die nächste Phase kommt es auf harte operative Kennzahlen an: Hochlaufraten, Stückkosten und das Tempo, mit dem sich die noch immer deutlich negativen Margen verbessern. Enttäuschungen bei Produktion oder Kosten könnten die Aktie bei ihren aktuell hohen Bewertungsmultiplikatoren empfindlich treffen.
Für den Moment überwiegt die Kauflaune. Ein entschärfter Produktionsmeilenstein, ein angehobenes Kursziel und eine vereinfachte Börsenstruktur haben das Interesse hochgehalten. Die Profitabilität bleibt dabei der Punkt, den Investoren in den kommenden Quartalen genau beobachten dürften.
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