Almonty Aktie: Delisting Toronto und Sydney bis September
Almonty bündelt den Aktienhandel künftig an Nasdaq und Frankfurt. Der Wolfram-Produzent stärkt mit frischem Kapital seine Bilanz und treibt die Expansion in Südkorea voran.

- Freiwilliges Delisting in Toronto und Sydney
- Liquidität auf 1,23 Mrd. CAD gesteigert
- KfW-Kredit vollständig zurückgezahlt
- Molybdän-Bohrungen in Sangdong laufen
Almonty Industries zieht sich von gleich zwei Börsenplätzen zurück. Der Wolfram-Produzent will seine Handelsliquidität künftig auf Nasdaq und Frankfurt bündeln. Das ist mehr als Kosmetik: Der Konzern verabschiedet sich damit endgültig von seinen Wurzeln als Nebenwerte-Explorer.
Delisting in Toronto und Sydney
Zum 31. Juli 2026 hat Almonty die Toronto Stock Exchange freiwillig verlassen. Ein ähnlicher Prozess läuft gerade an der australischen Börse ASX. Dort endet der Handel mit den CHESS Depositary Interests am 28. August 2026, das formale Delisting soll bis zum 1. September folgen.
Der Rückzug folgt auf einen Etappensieg im Juni 2026: Almonty wurde in den Russell 1000 und den breiter gefassten Russell 3000 aufgenommen. Das Management begründet die Bündelung mit sinkenden Verwaltungskosten und mehr Sichtbarkeit für institutionelle Investoren in den USA. Künftig soll sich das Handelsvolumen auf das Nasdaq-Kürzel ALM konzentrieren.
Kriegskasse gefüllt, Schulden abgebaut
Die Bilanz zum 30. Juni 2026 zeigt einen deutlichen Wandel. Almonty verfügt aktuell über 1,23 Milliarden kanadische Dollar an Barmitteln. Ende 2025 waren es noch 268,4 Millionen kanadische Dollar. Der Sprung geht vor allem auf eine Anleihe zurück: Almonty platzierte Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 800 Millionen US-Dollar, verzinst mit 2,25 Prozent, Laufzeit bis 2031.
Mit dem frischen Kapital hat der Konzern seine Schulden abgebaut. Der Kredit der KfW IPEX-Bank ist vollständig zurückgezahlt. Die aktuelle Liquiditätskennzahl liegt bei 2,5, die Verschuldungsquote bei 0,46. Diese Finanzflexibilität soll die Phase-II-Erweiterung der Sangdong-Mine finanzieren, die den Durchsatz auf 1,2 Millionen Tonnen jährlich verdoppeln soll.
Molybdän als zweites Standbein
Wolfram bleibt der wichtigste Umsatzträger, doch Almonty treibt parallel ein Molybdän-Projekt in Sangdong voran. Südkorea kämpft derzeit mit einer Versorgungskrise bei diesem Metall, das für die heimische Industrie unverzichtbar ist.
Rund 37 Prozent des geplanten 12.000-Meter-Bohrprogramms sind abgeschlossen. Erste Analysen bestätigen die historischen Gehaltswerte. Almonty plant, mit dem Abbau zu beginnen, sobald die Ausdehnung der Lagerstätte feststeht — ohne weitere Verzögerung.
Kurs mit Rückenwind
Der Nasdaq-Handel ruht am Wochenende, zuletzt notierte die Aktie bei rund 15,51 US-Dollar. Binnen einer Woche legte der Kurs um 9,53 Prozent zu, getrieben von den operativen Fortschritten in Sangdong.
Für die Handelswoche ab dem 17. August 2026 sehen Analysten eine Unterstützung bei 14,20 US-Dollar. Als Widerstandszone gilt der Bereich zwischen 16,50 und 17,00 US-Dollar. Im Blick bleiben weitere Fortschritte beim Sangdong-Ausbau und neue Bohrergebnisse aus dem Molybdän-Programm — beides könnte den Kurs in den kommenden Wochen bewegen.
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