Almonty Aktie: Delisting von TSX zum 31. Juli 2026

Almonty Industries zieht sich von der Toronto Stock Exchange zurück und bündelt den Handel an der Nasdaq. Der Schritt senkt Kosten und folgt auf operative Meilensteine in Südkorea.

Die Kernpunkte:
  • Freiwilliger Rückzug von der TSX
  • Handelsende am 31. Juli 2026
  • Produktionsstart in der Sangdong-Mine
  • Ausbau des Abnahmevertrags mit GTP

Almonty Industries zieht sich von der Toronto Stock Exchange zurück. Der Wolfram-Produzent gab am Freitag bekannt, seine Stammaktien freiwillig von der kanadischen Börse zu nehmen. Der Handel läuft zum Handelsschluss am 31. Juli 2026 aus.

Der Schritt kommt nicht überraschend. Der Großteil des täglichen Handelsvolumens läuft längst über die Nasdaq, wo Almonty unter dem Kürzel „ALM“ notiert. Das Unternehmen bündelt seine Nordamerika-Notierung nun komplett dort und spart sich damit doppelte Meldepflichten und Compliance-Kosten. Aktionäre mit kanadischen Broker-Konten müssen nach der Übergangsphase über die Nasdaq handeln.

Kursreaktion fällt moderat aus

Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kurssprung von 3,94 Prozent und schloss bei 19,25 kanadischen Dollar. Der Erholung ging eine turbulente Phase voraus: Auf Wochensicht steht ein Minus von 17,66 Prozent, auf Monatssicht sogar von 25,45 Prozent zu Buche.

Der langfristige Trend bleibt trotzdem intakt. Binnen zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verdreifacht, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 59,49 Prozent. Zum bisherigen Jahreshoch von 33,35 kanadischen Dollar aus dem April fehlen der Aktie aktuell aber noch gut 42 Prozent.

Sangdong läuft an, GTP-Deal verlängert

Der Delisting-Schritt folgt auf zwei operative Meilensteine. Am 1. Juli 2026 startete Almonty die Verarbeitungsanlage seiner Sangdong-Mine in Südkorea. Damit produziert das Unternehmen erstmals verkaufsfähiges Wolframkonzentrat.

Kurz zuvor, am 14. Juli, hatte Almonty seinen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP) deutlich ausgebaut. Die Laufzeit steigt von 15 auf 21 Jahre, das kontrahierte Volumen wächst um 40 Prozent auf 4,41 Millionen Metric Tonne Units. Zu aktuellen Preisen soll der Deal jährlich rund 490 Millionen US-Dollar an Umsatz bringen und deckt damit etwa 90 Prozent der ersten Produktionsphase in Sangdong ab.

Diese Kombination aus anlaufender Produktion und langfristig gesicherter Abnahme dürfte den eigentlichen Wert des Unternehmens ausmachen — nicht die Börsenstruktur. Das Delisting selbst ändert am operativen Geschäft nichts, es bündelt lediglich die Liquidität in den USA.

Geopolitik bleibt der eigentliche Treiber

Almonty positioniert sich als einer der wenigen Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas. Exportbeschränkungen für kritische Mineralien haben die internationalen Preise zuletzt auf historische Höchststände getrieben.

Für die kommende Handelswoche ab dem 20. Juli dürfte deshalb weniger die Börsenstruktur im Vordergrund stehen als der Produktionshochlauf in Sangdong. Der RSI von 38,1 signalisiert eine Aktie, die sich der überverkauften Zone nähert — nach den herben Verlusten der vergangenen Wochen ein Hinweis darauf, dass sich der Abwärtsdruck zumindest kurzfristig abschwächen könnte.

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