Almonty Aktie: GTP erhöht Order um 40 Prozent
Almonty Industries erweitert Wolfram-Liefervertrag mit GTP deutlich, verlegt Sitz in die USA und meldet starkes Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026.

- Vertragsvolumen mit GTP steigt um 40 Prozent
- Firmensitz nach Montana verlegt
- Rückzug von TSX und ASX
- Umsatz wächst um fast 500 Prozent
Ein Wolfram-Abnahmevertrag über 490 Millionen US-Dollar jährlich, der Rückzug von gleich zwei Börsen und ein Umzug der Konzernzentrale in die USA: Almonty Industries baut sein Sangdong-Projekt derzeit auf mehreren Ebenen um. Die Zahlen aus dem zweiten Quartal 2026 liefern den Hintergrund für diesen Umbruch.
GTP kauft deutlich mehr Wolfram
Am 14. Juli 2026 hat Almonty seinen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP) nachverhandelt. GTP gehört zur österreichischen Plansee Group und ist der wichtigste Abnehmer für das Sangdong-Projekt in Südkorea.
Die Vertragslaufzeit steigt um sechs Jahre. Ab der ersten Lieferung liefert Almonty künftig 21 Jahre lang an GTP. Das kontrahierte Gesamtvolumen wächst dabei um 40 Prozent, von 3,15 Millionen auf 4,41 Millionen Metric Tonne Units (MTU) Wolframkonzentrat.
Nach dem Hochlauf der Mine garantiert GTP eine Mindestabnahme von 210.000 MTU pro Jahr. Das deckt rund 90 Prozent der geplanten Phase-I-Produktion in Sangdong ab. Hinzu kommt eine Preisanpassung: Almonty erhält künftig rund 6,3 Prozent mehr auf das gesamte Vertragsvolumen.
Zusammengenommen soll das den jährlichen Vertragsumsatz um mindestens 30 Millionen US-Dollar erhöhen. Bei den aktuellen Preisen für Ammoniumparawolframat (APT) ergibt das ein projiziertes Jahresumsatzvolumen von 490 Millionen US-Dollar aus diesem einen Vertrag.
Zentrale zieht in die USA, Schulden sinken
Almonty verlegt seinen Firmensitz von Toronto ins US-amerikanische Dillon, Montana. Angekündigt wurde dieser Schritt bereits am 13. April 2026, jetzt ist er vollzogen. Der neue Standort bringt das Unternehmen näher an US-Regierungsstellen und Rüstungsunternehmen — beides wichtige Abnehmer für strategische Metalle wie Wolfram.
Auch an der Spitze gab es einen Wechsel. Jorge Beristain, CFA, übernahm am 1. Juni 2026 den Posten des Finanzvorstands von Brian Fox. Angekündigt worden war die Nachfolge bereits am 6. Mai.
Auf der Bilanzseite hat Almonty zudem Schulden abgebaut. Am 15. Juli 2026 zahlte das Unternehmen einen KfW-Kredit über 14,66 Millionen Euro vollständig zurück.
Rückzug von TSX und ASX
Almonty bündelt seine Börsennotierungen. Zum Handelsschluss am 31. Juli 2026 zog sich das Unternehmen freiwillig von der Toronto Stock Exchange zurück. Ein weiterer Rückzug von der australischen ASX folgt zum 28. August 2026.
Künftig läuft der Haupthandel nur noch über die Nasdaq. Ziel ist eine breitere Basis internationaler institutioneller Investoren — mit einer einzigen Notierung statt drei parallelen Handelsplätzen.
Wolframpreise treiben das Wachstum
Diese Unternehmensumbauten fallen mit einem außergewöhnlich günstigen Marktumfeld zusammen. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 kletterte auf 43,0 Millionen kanadische Dollar. Im Vorjahresquartal waren es noch 7,2 Millionen — ein Plus von 498 Prozent.
Treiber war vor allem der Wolframpreis selbst. Der europäische APT-Durchschnittspreis stieg im zweiten Quartal auf 3.075 US-Dollar je MTU, verglichen mit 453 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Sangdong soll zunächst 640.000 Tonnen Erz pro Jahr verarbeiten. Eine bereits genehmigte Phase II könnte die Kapazität später auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln. Mit dem erweiterten GTP-Vertrag hat Almonty für den Großteil dieser ersten Ausbaustufe nun einen langfristig gesicherten Abnehmer.
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