Almonty Aktie: GTP-Vertrag um 40 Prozent erweitert
Almonty sichert langfristig höhere Wolfram-Abnahmemengen zu besseren Konditionen und treibt den Produktionsstart in Sangdong voran.

- Vertragsvolumen steigt um 40 Prozent
- Laufzeit um sechs Jahre verlängert
- Sangdong startet Wolframproduktion
- Umsatz wächst um 498 Prozent
Almonty Industries hat seinen langjährigen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP), einem Unternehmen der Plansee Group, deutlich ausgeweitet. Die Laufzeit verlängert sich um sechs Jahre, die kontrahierten Mengen steigen um 40 Prozent, und die Preiskonditionen verbessern sich um rund 6,3 Prozent.
Bei aktuellen Spotpreisen soll der annualisierte Umsatz aus diesem Vertrag auf rund 490 Millionen US-Dollar zusteuern – ein Plus von mehr als 30 Millionen Dollar jährlich gegenüber der bisherigen Vereinbarung.
Die Erweiterung wurde bereits Mitte Juli nach Quartalsende vereinbart und im Rahmen der Q2-Zahlen am 11. August offiziell bestätigt. Für Anleger ist der Vertrag deshalb bedeutsam, weil er die Abnahme eines wesentlichen Teils der künftigen Sangdong-Produktion langfristig absichert – zu einem Zeitpunkt, an dem das südkoreanische Bergwerk gerade erst in die Produktionsphase eingetreten ist.
Sangdong läuft an, Kennzahlen ziehen deutlich an
Anfang Juli begann Almonty am Standort Sangdong in der Provinz Gangwon damit, gelagertes Roherz durch die neu in Betrieb genommene Aufbereitungsanlage zu schleusen und verkaufsfähiges Wolframkonzentrat zu produzieren. Damit vollzieht das Unternehmen den Übergang von der Bau- und Finanzierungsphase hin zur operativen Wertschöpfung. Die Phase-I-Anlage befindet sich weiterhin in der Inbetriebnahme, angepeilt ist eine Durchsatzkapazität von 640.000 Tonnen pro Jahr.
Die Zahlen des zweiten Quartals 2026 unterstreichen das Momentum: Der Umsatz kletterte um 498 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 43,0 Millionen kanadische Dollar. Die Bruttomarge im Bergbaugeschäft lag bei 60,7 Prozent.
Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadischen Dollar, der allerdings zu einem Großteil – rund 173,1 Millionen Dollar – auf nicht zahlungswirksame Bewertungsgewinne aus Derivaten und Warrants zurückgeht. Operativ erwirtschaftete Almonty im ersten Halbjahr einen Cashflow von 31,6 Millionen kanadischen Dollar, nach einem Abfluss von 14,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Bilanz durch Anleiheerlöse deutlich gestärkt
Rückenwind für die Finanzierung des Wachstums lieferte die Anfang Juni abgeschlossene, überzeichnete Emission von Wandelanleihen im Volumen von 800 Millionen US-Dollar mit einem Kupon von 2,25 Prozent und Fälligkeit 2031. Die Zeichner nutzten dabei ihre Option auf zusätzliche Anleihen vollständig aus. In Kombination mit den operativen Mittelzuflüssen verfügte Almonty zum 30. Juni über eine Kassenposition von 1,23 Milliarden kanadischen Dollar.
Parallel zu den operativen Fortschritten hat Almonty seine Notierungsstruktur gestrafft: Der Rückzug von der Toronto Stock Exchange erfolgte zum 31. Juli, das Delisting von der australischen Börse ASX wird zum 1. September erwartet, nachdem die dortigen CDIs nur noch rund 0,80 Prozent der ausstehenden Aktien repräsentierten.
Als Begründung nennt das Unternehmen die deutlich höhere Liquidität an der Nasdaq, wo die Aktie unter dem Kürzel ALM sowie parallel in Frankfurt unter ALI1 gehandelt wird. Ende Juni war Almonty zudem in den Russell 1000 und den Russell 3000 Index aufgenommen worden – ein Schritt, der die gestiegene Marktkapitalisierung und den erweiterten institutionellen Anlegerkreis widerspiegelt.
Zusammengenommen zeichnen der ausgeweitete GTP-Vertrag, der Produktionsstart in Sangdong und die gestärkte Bilanz das Bild eines Unternehmens, das den Übergang vom Explorations- und Bauunternehmen zum operativen Wolframproduzenten vollzieht – mit vertraglich abgesicherter Abnahme als Basis für die kommenden Jahre.
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