Almonty Aktie: Inspektionszertifikate für kommerziellen Betrieb erteilt

Sangdong darf Wolframkonzentrat kommerziell verarbeiten und verkaufen; der Abschluss der laufenden Ausbauphase ist für 2027 vorgesehen.

Die Kernpunkte:
  • Phase II in Sangdong läuft bereits
  • Erste Konzentrat-Säcke für Export bereit
  • Behörden erlauben kommerziellen Anlagenbetrieb
  • Los-Santos-Vertrag umfasst 1.720 Tonnen WO₃

Der Wolframproduzent Almonty Industries blickt nach ersten Fortschritten in Südkorea bereits auf die nächste Ausbaustufe. Wie CEO Lewis Black am Dienstag in einem Brief an die Aktionäre mitteilte, läuft Phase II am Standort Sangdong bereits. Der Abschluss dieses umfangreichen Ausbauschritts wird für das Jahr 2027 erwartet. Zugleich meldete das Unternehmen die Fertigstellung der ersten Säcke Wolframkonzentrat, die für den Export bereitstehen.

Damit treibt das Management die langfristige Entwicklung des Vorkommens voran. In Sangdong war zuvor seit dem Jahr 1993 kein Wolfram mehr abgebaut worden. Mit der zweiten Phase sollen die operativen Kapazitäten in den kommenden Jahren weiter wachsen. Für Almonty bildet der südkoreanische Standort das zentrale Projekt der künftigen Produktion.

Freigabe für den kommerziellen Betrieb

Die notwendigen administrativen Voraussetzungen vor Ort sind bereits geschaffen. Am 17. September wurden die behördlichen Inspektionszertifikate für die Aufbereitungs- und Brechanlagen erteilt. Diese Bescheinigungen der südkoreanischen Minenaufsicht autorisieren den kommerziellen Betrieb der installierten Anlagen. Zugleich gestatten die Behörden damit den Verkauf des gewonnenen Wolframkonzentrats.

Die Genehmigung war ein entscheidender Schritt für das Minenvorhaben. Die Verantwortlichen können damit die Verarbeitungsmengen planmäßig hochfahren. Zudem ermöglicht die Freigabe die reguläre Übergabe des Materials an Kunden.

Vereinbarung für Mine Los Santos

Parallel zum Hochlauf in Asien sicherte sich Almonty Erlöse aus weiteren Beständen. Vor rund zwei Wochen schloss das Unternehmen einen mehrjährigen Abnahmevertrag mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG. Die Vereinbarung nach dem Take-or-Pay-Prinzip regelt die Wiederaufbereitung von Haldenmaterial der Mine Los Santos.

Der Kontrakt umfasst eine Mindestmenge von etwa 1.720 Tonnen enthaltenem WO₃. Zudem beinhaltet das Abkommen eine bedingte Vorauszahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar. Für das Unternehmen bedeutet dies zusätzliche Planungssicherheit bei den Erlösen abseits des südkoreanischen Projekts.

Kursverlauf an den Finanzmärkten

An den Handelsplätzen spiegeln sich die operativen Schritte in einer stabilen Jahresbilanz wider. Gestern schloss die Aktie bei 11,62 Euro und veränderte sich mit einem Minus von 0,2 Prozent kaum. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch einen kräftigen Kursgewinn von 46 Prozent.

Für Marktteilnehmer rückt nach den ersten Exportvorbereitungen der mittelfristige Terminplan in den Fokus. Entscheidend für das Vertrauen der Anleger bleibt die planmäßige Fertigstellung der Phase II im Jahr 2027. Bis zu diesem Meilenstein muss die Anlage ihre Zuverlässigkeit im industriellen Dauerbetrieb belegen.

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